Baum-Behang der armen Leute

Auflösung Fotorätsel 1077: Die Zuckermännle haben in Werda eine Tradition. Dort stehen sie sogar auf der Orts-Pyramide.

Werda.

"Zuckermännl hie, Zuckermännl her, wenn doch ball Weihnachten wär ...", mit diesem Lied von Friedrich Barthel leitete das MDR-Fernsehen am Sonntag eine Sendung aus Werda ein. Wer sie gesehen hat, fand auch leichter zur Lösung unserer Rätselfrage: Die Pyramide mit den Zuckermännln steht im vogtländischen Werda.

Zuckermännle heißen die gebackenen Figuren, die nicht nur Mann und Weib, sondern auch Tiere, Herzen und Sterne und andere Symbole darstellen. Auch diese heißen nach alter Sitte "Zuckermännle". Den jeweiligen Formen wurde eine tiefe Bedeutung beigemessen: So verkörpert zum Beispiel die gebackene Brezel als Doppelkreis das Zeichen der aufgehenden Sonne.

Das Gebäck ist früher der Weihnachtsbaum-Behang der armen Leute auf den Dörfern gewesen. Die Grund-Zusammensetzung des Teiges ist dementsprechend nicht üppig - nur Milch, Mehl, Zucker, Eier und als Treibmittel Hirschhornsalz. Trotzdem wird das Rezept in den Familien gehütet wie ein Schatz, denn es kommt auf die jeweilige Menge und ein paar Tricks beim Backen an.

Gewonnen hat Claudia Schmidt aus Plauen. Sie erhält den Kalender "Plauen Nacht & Tag 2017" mit Fotos von Norman Richter.

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