Behörde warnt vor Fuchsbandwurm

Erkrankungsfall im Vogtlandkreis - Gesundheitsamt gibt vorbeugende Tipps

Plauen.

Das Gesundheitsamt in Plauen warnt in einer Pressemitteilung am Freitag vor dem Fuchsbandwurm. Im Vogtland sei in den letzten Jahren ein Erkrankungsfall gemeldet worden. Deutschlandweit sind es pro Jahr 20 bis 50 Fälle. Eine Ansteckung sei häufig erst nach mehr als zehn Jahren nachweisbar. Bis dahin treten meist keinerlei Beschwerden auf. Beim Menschen wird hauptsächlich die Leber vom Fuchsbandwurm befallen. Unbehandelt kann die Erkrankung zum Tod führen.

Die Eier des Bandwurms werden überwiegend von Füchsen ausgeschieden und von kleinen Nagetieren aufgenommen. Der Mensch ist ein sogenannter "Fehlwirt", erklärt das Gesundheitsamt. Er kann sich aber trotzdem mit dem Fuchsbandwurm infizieren. Bis heute sei nicht sicher geklärt, ob das Essen von Waldfrüchten und Pilzen tatsächlich ein Risikofaktor darstellt. Eher wird angenommen, dass das Berühren von Füchsen und Hunden, die wilde Mäuse fressen und der ungeschützte Umgang mit von Eiern infizierter Erde eine Rolle bei der Ansteckung spielen können. Das Gesundheitsamt empfiehlt gründliches Händewaschen nach dem Kontakt mit Erde und Hunden, ebenso sollten Waldfrüchte gewaschen, gekocht oder getrocknet werden, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren. (nij)

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