Bergwerk lässt die Puppen tanzen

Museumspädagogisches Projekt am Schneckenstein erhält Fördermittel

Schneckenstein.

Ein verschmitztes Lächen hat Steffen Gerisch (Foto) im Gesicht, wenn er über sein neues Projekt spricht. Der Chef des Besucherbergwerks Grube Tanneberg und des Museumsvereins Schneckenstein will die Tradition des Puppenspiels aufleben lassen. Die Chancen dazu stehen gut, denn ein Förderantrag für das Puppentheater-Projekt ist bewilligt - und das mit Höchstpunktzahl. Fügt Gerisch in einem bescheidenen Nachsatz an.

"Museumspädagogik ist ein Schwerpunkt unseres Museumsvereins", sagt er. "Bei unserer bisherigen Arbeit haben wir festgestellt, dass Schule, Hort und Museum drei starke Partner sein können". Gerisch hat dazu natürlich einen konkreten Plan: "Unser Ziel ist der Aufbau eines Puppentheaters, das die Kinder selbst gestalten, und für das sie auch ihre eigenen Handpuppen entwerfen können", erläutert er.

Der Diplom-Ingenieur und Vater zweier erwachsener Söhne weiß, wovon er spricht. Als Gerisch selbst noch Schüler der Klingenthaler August-Bebel-Oberschule war, gab es dort ein solches Puppentheater. "Das war in der sechsten oder siebenten Klasse. Mit unseren Programmen sind wir in der Jugendherberge auf dem Aschberg und auch vor Senioren aufgetreten. Das war eine schöne Sache und hat viel Spaß gemacht", erinnert er sich. Ein gutes Kulturprogramm für Kinder und Jugendliche sei zehnmal spannender als ein Nachmittag vor dem Fernseher oder mit der Play-Station, ist Gerisch bis heute überzeugt.

Unterstützung hat sich Gerisch auch bei der Sagentruppe des Heimatvereins Zwota geholt. Denn ihm schwebt vor, neben Märchenspielen und eigenen Programmen auch die Sagenwelt des Vogtlands auf die Puppenbühne zu bringen, die von einem Tischler angefertigt wird. Das Manuskript für das erste Stück ist bereits fertig. Es ist für Kinder geschrieben und handelt von der Sage um den Turmgeist im Roten Schlössel in Zwota und kann mit fünf Figuren gespielt werden: den Kindern Max, Tino und Steffi, Gitarrenbauer Pötzscher und dem Turmgeist. Eingebaut als Hörstück ist die von Hans-Joachim Tittmann gelesene Sage von der Gespensterfackel auf der Klingenthaler Alberthöhe, die auf der Sagen-CD der Zwotaer zu hören ist.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.