Bischof Timmerevers hält Gottesdienst

Die Gemeinschaft der Plauener Katholiken ist größer geworden. Seit Sonntag gehört Adorf dazu. Das Gelingen dieses Zusammenschlusses ist auch einem Mann zu verdanken, der nicht mehr in der ersten Reihe steht.

Plauen/Adorf.

Marcus Hoffmann ist seit dem gestrigen Sonntag Pfarrer der katholischen Herz-Jesu-Gemeinde an der Gustav-Adolf-Straße in Plauen. Der 45-Jährige steht der jetzt mit der St. Joseph-Pfarrei Adorf zusammengeschlossenen Gemeinschaft vor. Die Zahl der Gläubigen ist dadurch auf 2826 gestiegen. Bisher waren es zirka 2400.

Trotz dieser Erweiterung soll Gewohntes und Vertrautes in den zugehörigen Gotteshäusern erhalten bleiben, so Bischof Heinrich Timmerevers bei der Heiligen Messe zur Neugründung. Man wolle "so viel Leben wie möglich vor Ort" belassen, sagte er in der mit mehr als 400 Menschen besetzten Kirche. Es solle nur so viel wie nötig gemeinsam gemacht werden. "Es wird gut weitergehen", wandte er sich an die Menschen im Gotteshaus. Die Vereinigung der beiden Pfarreien sei "durch das konstruktive Mitwirken von Heinz-Claus Bahmann gelungen", bedankte er sich beim bisherigen Pfarrer in Plauen. Ursprünglich war angedacht, dass sich Adorf mit den Pfarreien Auerbach, Falkenstein und Reichenbach zu einer Pfarrei zusammenschließt. Dafür, dass man sich anders entschied, spielten historische Verbindungen und praktische Gründe eine Rolle, heißt es vom Bistum Dresden-Meißen.

Die Kirche St. Joseph in Adorf, die Kirche St. Elisabeth in Bad Elster und das gleichnamige Gotteshaus in Markneukirchen gehören deshalb jetzt zur neuen Verantwortungsgemeinschaft mit Sitz in der größten Stadt der Region. Mühltroff, Weischlitz und Oelsnitz sind bereits in der Herz-Jesu-Gemeinde gewesen. Diese hat als ihr neues Leitwort "Effata - Öffne dich" gewählt. Zum einen solle man sich Gott öffnen, zum anderen die bisherigen Zusammenschlüsse in Plauen und Adorf füreinander aufgeschlossen sein.

Nach der fast zweistündigen Messe wurde an der Friedensstraße nahe der Friedensbrücke und des Gotteshauses eine Silberlinde gepflanzt. "Sie soll erinnern, dass wir wachsen wollen", erklärte Heinrich Timmerevers. Die Pflanzung ist Bestandteil der Aktion "100 neue Patenschaften bis 2022" der Stadtverwaltung. Im Jahr 2022 feiert Plauen das 900-Jährige. Für Baumspenden werden bei dieser Aktion Grünpaten gesucht.

Für eine Heilige Messe ungewöhnlich war der mehrmalige Applaus. Den bekam der Bischof unter anderem für seine Dankesworte an Heinz-Claus Bahmann. Der bisherige Plauener Pfarrer habe "sein Leben in die Gemeinde eingebracht", würdigte Heinrich Timmerevers dessen 25-jähriges Wirken.

Die Frage, wozu die Kirche da sei, beantwortete der Dresdener so: "Wir sind nicht für uns selbst da, wir sind für die Menschen da."

0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...