Blick in die Historie: Im Pressehaus wurde einst getöpfert

Der "Schaufensterblick" am Postplatz 7 ist neu und er belegt: "Freie Presse" befindet sich in einem geschichtsträchtigen Haus.

Plauen.

Er beginnt an der Concordia-Apotheke am Plauener Albertplatz und soll am Postplatz noch lange nicht enden: der historische "Schaufensterblick", den Lars Buchmann und Lars Gruber ursprünglich anlässlich des Spitzenfestes im Juni initiiert hatten. Weil das Interesse an der Historie der Plauener Häuser seither nicht abreißt, kommt nun als Nummer 26 die "Freie Presse" hinzu. Seit kurzem hängt ein Schwarz-Weiß-Poster im Fenster am Gebäude der Heimatzeitung am Postplatz 7. Es zeigt den Bau etwa zu Beginn der 1920er Jahre.

Auch das Haus, in dem sich die Geschäftsstelle, die Anzeigenannahme und die Redaktion befinden, atmet also Geschichte. Wie Mitinitiator und Plauen-Experte Buchmann, Jahrgang 1979, weiß, habe sich in den Räumen anfangs die Töpferei von Karl-Friedrich Hennebach befunden. Das sei etwa 1860 gewesen. Damals hieß der Postplatz noch Syrastraße. Den "Tunnel", der den Bach überspannt, gab es noch nicht. Später zogen eine Bäckerei und Konditorei ein. Dass sich genau gegenüber das berühmte Café Trömel befand, machte wohl nichts, denn, so Buchmann, "auf der Bahnhofstraße brummte die Gastronomie sowieso". Über 60 Hotels, Lokale und Cafés habe es gegeben. Woher der geschichtsinteressierte Erzieher das weiß? Vor allem von seinem Kumpel Lars Gruber. "Ihn könnte man nachts wecken und er würde etwas über Plauen zu erzählen haben", schwärmt Buchmann. Gruber nämlich habe ein bestimmtes Talent: "Was er liest, vergisst er nicht mehr."


Auch der Klostermarkt 3 und die Neue Kaffeerösterei an der Neundorfer Straße 4 sollen demnächst die Poster-Aktion bereichern. Ebenso will die Feinbäckerei Aust an der Pausaer Straße 136 in Haselbrunn zu einem Blick ins Schaufenster verleiten. "Genau das entspricht der Intention vieler Interessenten - der Schaufensterblick soll auf die Stadtgebiete ausgeweitet werden", verrät Buchmann. Allerdings müsse man schauen, ob man von den gewünschten Objekten auch alte Ansichten vorrätig habe.

Details zum im Zweiten Weltkrieg stark beschädigten Postplatz 7 und was es über andere Geschäftsgebäude der Innenstadt zu berichten gibt, all das lässt sich im Internet nachlesen:

www.schaufenster.plauen.de

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...