Blutspende jetzt mit Wohlfühl-Atmosphäre

Eigentlich hatte man beim gestrigen Aktionstag Gesundheit an der Röntgenstraße Grund zur Freude: Denn die Spendenbereitschaft ist hoch. Aber ein Sorgenkind gab es dann doch.

Plauen.

Einmal im Monat öffnen sich die Tore im DRK-Blutspendezentrum an der Röntgenstraße. An jedem ersten Dienstag besteht dort von 7 bis 18.30 Uhr für jedermann Gelegenheit zum Blutspenden. Beim gestrigen Aktionstag Gesundheit war aber einiges anders für die Stammbesucher. Der Empfangsbereich ist neu gestaltet worden.

"Dieser Bereich hatte schon ein paar Jahre auf dem Buckel", meinte Michael Pflug, Referent für Öffentlichkeitsarbeit - Zeit für eine Generalüberholung. "Wir haben eine Waage in den Boden eingelassen", berichtete Pflug weiter. Das handelsübliche Gerät, das bisher zur Bestimmung des Körpergewichts der Spender verwendet wurde, war eine Stolpergefahr, begründete Pflug die kleine Veränderung. Vor der allerersten Blutspende und vor jeder Blutplasmaspende ist das Wiegen nötig. "Beim Blutplasma hängt vom Gewicht die Menge ab, die gespendet werden kann."

Neu ist außerdem, dass die Besucher während des Aufenthalts in der Einrichtung ihre persönlichen Sachen in einem Schließfach sicher verwahren können. Bisher standen dafür alte Schränke bereit. Der Tresen ist natürlich auch neu, und es wurde gemalert. Schließlich sollen sich die Spender dort wohlfühlen. Denn die werden gebraucht.

"Wir haben immer so drei Tage Vorlauf", informierte der Pressesprecher. Das heißt: Die gespendeten Blutkonserven gelangen innerhalb dieses Zeitraumes in die medizinischen Einrichtungen im Einzugsbereich des Institutes für Transfusionsmedizin und werden dort für die Patienten verwendet, die sie dringend benötigen. Theoretisch wären die Konserven 35 Tage haltbar. "Aber das wird nicht praktiziert", sagte Pflug. Derzeit sei die Spendenbereitschaft dennoch hoch.

Doch gibt es eine Blutgruppe, bei der es besonders darauf ankommt: Null - Rhesusfaktor Negativ. "Die ist sehr selten, und dafür haben wir im Augenblick nur einen Vorlauf von einem Tag." Das sei sehr wenig. Hinzu kommt: Wer diese Blutgruppe hat, kann auch im Notfall nur diese als Spende bekommen. Bei den anderen Blutgruppen könne man notfalls auch andere Blutgruppen verwenden.

Chefarzt Dr. Andreas Karl, Leiter des Instituts, wollte gestern vor allem Danke sagen: "Blutspender sind Lebensretter", machte er noch einmal deren Bedeutung verständlich. In dem Haus oberhalb des Vogtland-Klinikums arbeiten um die 100 Frauen und Männer. Sieben Teams sind täglich bis nach Zwickau und in den Raum Aue-Schwarzenberg unterwegs, um Blut abzunehmen. Im Jahr geben etwa 45.000 Menschen etwas von ihrem Lebenssaft im Plauener Blutspendezentrum.

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