BMX-Sportler aus Nah und Fern am Start

Plauen hat sich zur BMX-Hochburg entwickelt. Unter dem Motto "Gib Gummi" lud der Verein Zweiviereins am Samstag im Skatepark am Elsterufer zum zehnten BMX-Contest ein. Der Name war Programm.

Der Plauener BMX-Fahrer Kai Schmuck liebt den Heim-Contest über alles.

Von Thomas Voigt

Cooler Lifestyle, jede Menge Action und eine fette Fete zum Abschluss. Das alles und noch mehr wurde am Samstag zum BMX-Contest im Skate-Park am Elsterufer geboten. Zur zehnten Auflage gingen über 50 Teilnehmer aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Bayern und Thüringen an den Start. Rund 200 Fans verfolgten die rasanten Manöver der Fahrer durch den Pool über Rampen und Geländer.

Gestartet wurde in drei Gruppen von den Amateuren bis zu den Profis. Sie alle machten ihre Trick-Kiste auf. Auch Jennifer Wohlrab. Das Chemnitzer BMX-Girl will sich für den Freestyle-Wettbewerb bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio qualifizieren. Beim Contest in Plauen startete sie als einzige Frau. Bei ihr stand eindeutig der Spaß im Vordergrund. Um richtig auf Touren zu kommen, brauche sie größere Rampen wie sie es von internationalen Wettbewerben gewöhnt ist.

Die kann Vereins-Vorsitzender André Schäfer nicht herzaubern. Dennoch ist der 2007 eröffnete Skatepark auch überregional bestens bekannt. Nicht zuletzt wegen des alljährlich stattfindenden Contest. "Wir haben uns in der Region zu einer BMX-Hochburg entwickelt." Seit Monaten bereitete der Chef-Koordinator gemeinsam mit seinen Mitstreitern das Highlight vor. So mancher aus dem Freundeskreis nennt den 38-Jährigen mit einem Augenzwinkern "BMX-Opa". Mitte der 1990-er Jahre steckte sich der Fahrrad-Mechaniker, der auch Gießerei-Modellbau erlernte, mit dem BMX-Virus an. Bei der Planung des Skate-Parks konnte er sogar ein Wörtchen mitreden. Mithilfe von Sponsoren setzte der Verein inzwischen weitere Projekte wie eine zusätzliche Rampe in Eigenleistung um. Nachgedacht wird aktuell auch über einen Übungsleiter für den BMX-Nachwuchs. "Die Nachfrage ist da", weiß Stefanie Schäfer, die Ehefrau des Vereins-Chefs. "Viele Eltern wünschen sich das."

Derzeit zählt der Verein 65 Mitglieder. Anlaufpunkt vor Ort ist Schäfers BMX-Laden "Desaster". Dort geht auch Kai Schmuck ein und aus. Für den Plauener ist der Contest ein absolutes Muss. "Das ist besser als Geburtstag und Weihnachten zusammen." Hier trifft der 23-Jährige viele Gleichgesinnte, die mit ihrem Rad jede Menge Gummi geben. Die abschließende After-Show-Fete im Malzhaus ließ er sich nicht entgehen. Nach dem Open-Air-Konzert von Hans Söllner feierten dort die BMX-Fahrer noch bis weit in die Nacht.

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