Brache weicht Spiel- und Verkehrsplatz

Im Plauener Westend soll noch in diesem Jahr ein großer Schandfleck verschwinden. Was die Stadt dann mit dem Grundstück vorhat.

Plauen.

An der Louis-Ferdinand-Schönherr-Straße will die Plauener Stadtverwaltung noch in diesem Jahr Nägel mit Köpfen machen. Wie im vorigen Jahr bei der Ortsbegehung des Rathauses im Westend bereits in Aussicht gestellt, gehört die Ruine des ehemaligen Betriebes Plauener Gardine mittlerweile zum städtischen Besitz.

"Die Stadt Plauen hat am 31. März den Kaufvertrag für das Objekt L.-F.-Schönherr-Straße 6 unterschrieben", teilt die Fachbereichsleiterin Bau und Umwelt, Kerstin Wolf, mit. Abbrucharbeiten sollen nach derzeitigem Stand im November beginnen.

Aber was ist danach dort vorgesehen? "Nach erfolgtem Rückbau einschließlich der versiegelten Flächen wird das zirka 7700 Quadratmeter große Areal für eine Wiedernutzung aufgewertet", informiert die künftige Baubürgermeisterin. Der Stadtrat hat bereits in der vergangenen Wahlperiode beschlossen, dass auf der Fläche eine Freizeitanlage mit Sport- und Spielmöglichkeiten sowie ein Verkehrserziehungsplatz entstehen.

Der Spielplatz soll "den Mindestbedarf im Wohnumfeld insbesondere für Kinder bis zum Ende des Grundschulalters abdecken", erklärt Kerstin Wolf. Auf dem Plan entsteht zudem ein Trimm-Dich-Pfad für alle Altersgruppen. Der ebenfalls vorgesehene Verkehrsübungsplatz soll der Verkehrserziehung von Grundschulkindern dienen. Als Betreiber ist die Plauener Verkehrswacht vorgesehen. Der Platz wird umzäunt, Spielgeräte und Trimm-Dich-Pfad bleiben öffentliche Anlagen. Wie diese genau gestaltet und womit sie ausstattet werden, wird demnächst entschieden. Der Vergabeausschuss des Stadtrates hat den Auftrag dazu am 13. Mai vergeben.

Mit 80 Prozent kommt der große Teil des Geldes für Abbruch und Nachnutzung aus dem Programm "Integrierte Brachflächenentwicklung" des Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (Efre). Der Förderbescheid in Höhe von 1,92 Millionen Euro liegt bereits vor.

Das jetzt noch stehende Gebäude stammt aus dem Jahr 1910 und besitzt vier Etagen zuzüglich eines Unter- und eines ausgebauten Dachgeschosses.

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