Bundesweit höchste Inzidenz: Kreisbehörde im Vogtland unter Druck

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Binnen weniger Tage hat sich der Inzidenzwert im Vogtland mehr als verdreifacht. Inzwischen liegt er bei 653,1 - so hoch wie in keine anderen Landkreis in Deutschland. Und der Landrat? Schweigt.


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1515 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    7
    gelöschter Nutzer
    29.12.2020

    Bei einer Inzidenz von 653 Infizierten pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen, sind das bei 10 Prozent klinikrelevandten Kranken... Neuaufnahmen pro Tag und 100 Prozent Menschen?

  • 9
    2
    HEIMAT2021
    29.12.2020

    Dazu passt"Impfzentrum bereitet sich vor", aber andere Laender impfen schon. Bin gespannt wie kompetent dies gehaendelt wird und in welchem Zeitfenster, aber zur Not kann man ja "Amtshilfe" anfordern.

  • 17
    1
    Falkensteiner
    29.12.2020

    Wenigstens ist man ehrlich und arbeitet die Zahlen auf. Das finde ich gut. Transparenz ist wichtig. Man muss jetzt Lösungen suchen, wie wir alle aus dieser Situation wieder herauskommen. Wenn das Landratsamt die Nachverfolgung nicht schafft, müssen die Betroffenen eben selbst ihre Kontakte informieren, sofern das möglich ist.

  • 31
    4
    Bautzemann
    29.12.2020

    Glaube nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast. Was ist das Gesundheitsamt im Landkreis? Es ist eine Behörde die beim Landratsamt angelegt. Das man diesen Herrn nicht spürt, wurde hier bereits erwähnt. Das Gesundheitsamt in der Regel mit eine Handvoll Mitarbeiter versehen ist für die Ausmaße einer Volksseuche eine Minibehörde! Der Herr Landrat hätte mit einem Mitarbeiterstab bereits im Frühjahr taktische und strategische Maßnahmen für die Funktionalität seines Amtes Gesundheit treffen müssen. Die jetzigen, aufgestockten 150 Leute in der Hochburg Landratsamt werden das so auch nicht bewältigen. Wie wäre es, wenn der Herr Landrat entsprechend der durchgeführten Gemeindegebietsreform in Gemeinden und Städten ab 3000 Einwohner Stützpunkte des Gesundheitsamtes bei den Bürgermeisterämtern einrichten würde? So käme die Administration wenigstens in die Fläche. Frage dabei:" Wie hält es der Landrat mit seinen Bürgermeistern?" Nachverfolgung vor Ort ließe sich bestimmt organisieren!

  • 14
    7
    Lola
    29.12.2020

    @tom64,
    hat schon Recht. Ich als Mittelsachse lag zwar nur mehrfach in der Paracelsus Klinik Schöneck und Helios Klinikum Plauen. (Weil, es da Mal einen Chefarzt gab der viel von alten Shunts verstand.)

    Könnte mir aber insbesondere an der Art und Weise der Menschen wie in Schöneck und Adorf nicht erklären warum, die Vogtländer einen deutlich niedrigeren Inzidenz-Wert haben sollen.

  • 14
    8
    stiggi
    29.12.2020

    @tom64, das ist nur bedingt richtig. Die Arbeitsweise der Behörde lässt sich am Unterschied zwischen der vermeldeten Inzidenz vom RKI und der anhand der gemeldeten Fallzahlen des Vogtlandkreises berechneten Inzidenz erkennen.

    Das RKI ignoriert alle Fälle deren Meldedatum beim Gesundheitsamt älter als 7 Tage ist bei der Berechnung der 7-Tage-Inzidenz. Aktuell ist dieser Unterschied nicht mehr signifikant, das heißt das Gesundheitsamt meldet die Fälle auch zeitnah.

  • 54
    10
    tom64
    29.12.2020

    Der Inzident-Wert spiegelt also nicht das wirkliche Infektionsgeschehen wieder sondern die Arbeitsweise der Behörde. Ist ein Rückstau aufgearbeitet sind plötzlich hohe Werte da (die ja dann oft älter als 7 Tage sind). Diese Werte dienen aber als Grundlage für die Begründung aktueller Einschränkungen und Maßnahmen.

  • 29
    20
    Conny
    29.12.2020

    "Auf eine Tierseuche sind wir jedenfalls besser vorbereitet"
    Nun ja, der Leiter des RKI ist ja auch Tierarzt ...

  • 54
    7
    Schubert2020
    29.12.2020

    Ist es nicht an der Zeit, das System der Kontaktnachverfolgung einzustellen oder deutlich herunterzufahren, da die Sache für das Gesundheitsamt als Kampf gegen die Windmühlen darstellt. Die Zeiten für eine wirkungsvolle Pandemiebekämpfung durch Kontaktnachverfolgung sind mittlerweile verstrichen. Das Personal sollte lieber in der Kundenhotline und in den Pflegeeinrichtungen eingesetzt werden.

  • 64
    6
    stiggi
    29.12.2020

    Wir haben eine Quarantäneanweisung 9 Tage nach dem Ende der Quarantäne - also 2½ Wochen zu spät erhalten. Ich nehme an, das ist kein Einzelfall. Mit elektronischen Helfern kann man meines Erachtens nach solche Bescheide automatisieren. Dazu braucht es Vorbereitung und dafür hätte man im Sommer Zeit gehabt.

    Die Hilfsmittel gibt es auch schon längst - Jens Spahn hatte sich ja damals überrascht gezeigt, als er "Sormas ÖGD" vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Nigeria im Einsatz sah.

    Auf eine Tierseuchen sind wir jedenfalls besser vorbereitet - da wird dann aber auch der Bestand gekeult.

  • 56
    5
    Conny
    29.12.2020

    Mal zur Erinnerung:
    Eine vollumfängliche Betreuung und Kontaktnachverfolgung durch die normale Besetzung des Gesundheitsamtes ist bis zu einer Inzidenz von 50 möglich - sofern das Gesundheitsamt nahezu alles andere stehen und liegen lässt.
    Derzeit ist der Wert bei etwa 500 Fällen.
    Das Personal des Gesundheitsamtes wurde auf 135 + 15 = 150 Leute aufgestockt.
    Wenn eine Verzehnfachung einer Vervielfachung mal 3 gegenübersteht - wie bitte soll das funktionieren, ohne das es zu Verzögerungen kommt?
    Genau, geht nicht.
    Dafür muss man nicht mal Rechenkünstler sein.

  • 66
    3
    Albi
    29.12.2020

    @Pelz: Sie verwechseln da etwas. Man kann immer Fehler machen, aber diese sollten nie, und ich betone, nie verschwiegen werden. Vor allen Dingen nicht wenn es letztendlich um Menschenleben geht.
    Sollte ein Landrat nicht fähig sein zu denken, dann hat er an dieser Position nichts zu suchen.

  • 66
    4
    HEIMAT2021
    29.12.2020

    Zur Hotline, ich hatte vor 3Wochen Grund dort anzurufen. 2x45min Klingel Zeichen mit nerviger Bandansage, danach Abbruch ohne Reaktion, auch keine ueber Mail Anfrage. Einfach traurig und Zeichen der Kapitulation. Da stellt man sich schon grundlegende Fragen!

  • 24
    76
    Pelz
    29.12.2020

    Für manche ist eben das Glas immer halb leer… Ich wundere mich eher, dass es bei der hohen Anzahl der Fälle die Bearbeitung im Gesundheitsamt überhaupt einigermaßen funktioniert. Und an die ewigen Meckerer und Ningler: Herzlichen Glückwunsch zur 100 prozentigen Fehlerfreiheit in ihrem Arbeitsleben!

  • 87
    15
    kopfschuettler1
    29.12.2020

    Leute, was erwartet Ihr denn alles vom Herrn Landrat? Er muss sich um seine Drohne kümmern, der ÖPNV ist krank, verschlingt immer mehr Fördergelder und nun soll er sich auch noch um Corona kümmern? Dem Herrn Kretschmer kann man ja die Hucke voll hauen, er ist nachmittags ja wieder weg. §Es wird höchste Zeit, dass sich im Landratsamt etwas ändert! Schnellstmögliche Neuwahlen sind das richtige! Dieser Landrat, der sich um nichts kümmert, ist nicht mehr zu ertragen! Aber an jeder Ecke stationäre und mobile Blitzer aufstellen ist ja wichtiger!