Burgstein-Verein startet mit neuen Ideen durch

Ein Frühlingsmarkt lockte am Samstag zahlreiche Besucher an die Ruinen. Die Organisatoren haben sich noch mehr Spannendes vorgenommen.

Weischlitz.

Endlich wieder raus ins Freie: Am Sonnabend fand zum neunten Mal in den Ruinen am Burgstein der beliebte Frühlingsmarkt statt. Ausgerichtet wird er vom Verein Burgstein erleben, der sich der Erhaltung, Pflege und Belebung der Ruinen mit verschiedenen Veranstaltungen verschrieben hat.

Besucher aus Zwickau, Plauen und Hof, aber auch aus den Orten der Umgebung konnten nach einem kurzen Aufstieg zu den Ruinen bei frühlingshaftem Wetter einen stimmungsvollen Markt erleben. Von kulinarischen Köstlichkeiten, Blumen und Kräutern bis hin zu österlichem Holzschmuck oder Illustrationen war für alle etwas dabei.

Torsten Kleditzsch

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Aus Platz- und Organisationsgründen ist die Anzahl der Plätze sehr begrenzt, sagte Daniela Günther vom Verein Burgstein erleben. Da immer nur ein Auto an die Ruinen fahren kann, gab es feste Zeitfenster von jeweils einer halben Stunde ab 8 Uhr früh, um das Aufbauen zu ermöglichen. Neben Altbekannten wie der Kräutergärtnerei Sagan aus Brockau oder dem Langenbacher Ziegenkäse gab es Händler, die zum ersten Mal ihre Produkte auf dem Markt angeboten haben. Einer davon war Holzdesign Elbel aus Grobau. Aus den Holzresten der eigenen Schreinerei entsteht österlicher Holzschmuck, der bei den Besuchern sehr gut ankam. Christian Ebel zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz auf dem Frühlingsmarkt. "Die Osterstimmung ist eindeutig schon angekommen", sagte der Schreinermeister. Er war besonders von der Atmosphäre des Marktes begeistert. "Hier spielt alles zusammen und es passt einfach."

Die angenehme Atmosphäre lobte auch Caroline Körner, die mit ihrem Label Camarocaro ebenso das erste Mal beim Frühlingsmarkt vertreten war. Sie bot tierische Illustrationen an, die es nicht nur als Druck gibt, sondern sie finden sich auf T-Shirts, Tassen, Untersetzern. Ihr Label besteht seit 2015. Gegründet hat sie es in Berlin. Mittlerweile hat sie ihren Lebensmittelpunkt wieder ins Vogtland verlagert. Es zog sie zurück nach Markneukirchen, von wo aus sie nach Berlin pendelt. Auf die Veranstaltung war Caroline Körner über Facebook aufmerksam geworden und so hatte sie sich als Aussteller beworben. Körner freute sich sehr, dass sie ausgewählt wurde - die Ruinen seien ein "cooles Ambiente".

Der Frühlingsmarkt wird indes nicht die letzte Veranstaltung in diesem Jahr an den Burgstein-Ruinen sein. Der Verein blickt voraus: Er veranstaltet in der Weihnachtszeit wieder einen kleinen, stimmungsvollen Adventsmarkt. Erstmals soll es zudem im Oktober eine Gespensternacht mit einer Feuershow geben, verrät Daniela Günther. Auch zum Tag des offenen Denkmals bietet sich die Gelegenheit, die sonst verschlossenen Ruinen der ehemaligen Wallfahrtskirchen aus der Mitte des 15. Jahrhunderts zu besichtigen.

Gruppen können sich vorab für eine Besichtigung anmelden, dann steht ein Vereinsmitglied für Erklärungen und eine Führung zur Verfügung. Und man kann die Ruinen auch als außergewöhnliche Veranstaltungslocation mieten. Im Mai finden zum Beispiel eine Hochzeit und eine Jugendweihefeier statt.

Rund um die Ruinen gibt es viel Arbeit, die von den 15 Mitgliedern des Vereins ehrenamtlich erbracht wird. So kümmert sich der Verein unter anderem um die Pflege der Wege, aber auch um das Rasenmähen und die Organisation der Veranstaltungen. Wer sich auch engagieren möchte: Der Verein sucht neue Mitglieder.

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