Bus und Bahn: Neue Angebote für junge Leute

Vogtland bekommt ab August ein Azubi- und ein Schüler-Freizeit-Ticket

Plauen.

Beim Bus- und Bahnfahren sollen vogtländische Schüler und Auszubildende künftig Geld sparen. Entsprechende Beschlüsse für zwei neue Ticketformate hat die Versammlung des Zweckverbandes Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland am Dienstag gefasst.

Das Schüler-Freizeit-Ticket soll im Jahresabo monatlich zehn Euro kosten und mit Beginn des nächsten Schuljahres eingeführt werden. Es ergänzt das existierende Schüler-Ticket, das im Jahr 120 Euro kostet und zwischen Wohn- und Schulort gilt. Mit dem Freizeit-Ticket können Erst- bis Zwölfklässler während der Schulzeit ab 14 Uhr, am Wochenende und während der Ferien ganztags vergünstigt fahren.

Das Azubi-Ticket wird monatlich im Abo 48 Euro kosten. Es ist gedacht für den Weg zwischen Wohnort und Berufsschule. Mit einer Zukaufsoption von je fünf Euro kann man den Geltungsbereich auf andere Verbünde erweitern. Alte vergünstigte Tarife bleiben bestehen. Auszubildende können wählen.

Die Einführung von Azubi- und Schüler-Freizeit-Ticket geschieht parallel in allen fünf sächsischen Verkehrsverbünden und geht auf einen Kompromiss zurück, den der Freistaat und die Landkreise vor etwa vier Wochen getroffen haben. Beide Ticketformate sind Zwischenschritte in Richtung einheitliche Bezuschussung von ÖPNV-Angeboten für Schüler und Lehrlinge. Fernziel ist die Einführung eines für alle geltenden Bildungstickets.

Weiteres Fernziel für ganz Sachsen, auf das sich der vogtländische Zweckverband am Dienstag verständigte: der Sachsentarif. Demnach soll es möglich sein, mit nur einem Fahrschein landesweit alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen zu können. "Die Einführung dürfte noch zwei bis drei Jahre dauern", sagt Kathrin Tunger, Co-Geschäftsführerin des Zweckverbandes. Für die Vorbereitung verantwortlich sei der Zweckverband Verkehrsverbund Oberelbe.

Die finanzielle Unterstützung für Sachsentarif, Azubi-Ticket und Schüler-Freizeit-Ticket sicherte Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) den Verkehrsverbünden bisher mündlich zu. Der vogtländische Zweckverband ÖPNV fasste die Beschlüsse deshalb vorbehaltlich. Erst mit Vorliegen einer schriftlichen Zusage treten die Beschlüsse in Kraft.

Die neuen Tarifangebote sind Teile des von einer ÖPNV-Strategiekommission erarbeiten Konzeptes. Das Gremium erarbeitete seit 2015 zukunftsfähige Angebote.

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