Camping-Boom an der Pirk: Gäste bleiben länger

Die Saison am Stausee geht auf die Zielgerade. Es war die erste des neuen Geschäftsführers der Naherholungsgesellschaft. Zeit für ein erstes Fazit.

Oelsnitz/Pirk.

Die Talsperre Pirk befindet sich touristisch im Aufwind. Vor allem der Touristencampingplatz wird immer beliebter. In der ablaufenden Saison gab es dort einen regelrechten Boom, wie die Zahlen von Christian Seidel, Geschäftsführer der Naherholung GmbH, belegen.

Die Anzahl der Übernachtungen stieg per Ende August um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Knapp 3000 Übernachtungen wurden 2018 gezählt. Ein Grund für den Zuwachs 2019: Die Gäste seien in diesem Jahr im Durchschnitt länger auf dem Platz geblieben, so Seidel.


Vogtländer fahren eher als Tagestouristen an den Stausee. Das machten sie deutlich häufiger als in den Jahren davor. Indikator dafür sind Einnahmen am Parkautomaten. Hier konnte ein Plus von 22 Prozent verzeichnet werden. "Die Saison verlief überaus gut, auch wenn das Wasser seit Juni zurückging", sagt Seidel. Weil Ostern recht spät war, konnten diese Feiertage am Stausee voll mitgenommen werden. "Juni und Juli waren die absoluten Renner", sagt Christian Seidel. "Für die restliche Saison erhoffen wir uns noch die ein oder anderen Besucher, egal ob auf unserem Campingplatz oder als Tagesbadegast." Doch schon jetzt könne die Saison als voller Erfolg angesehen werden, so Seidel, der die Leistung seiner Mitarbeiter hervorhebt. Denn nur sie könnten am Stausee den Unterschied machen. Große Investitionen waren aufgrund der GmbH-Struktur und der damit fehlenden Förderfähigkeit in Vergangenheit nicht möglich. Investitionen wie der dringende Bau einer neuen Toilettenanlage am Campingplatz sind seit Jahren angezeigt. Dessen steigende Beliebtheit sollte derartigen Vorhaben in der Zukunft Rückenwind verleihen. Der Oelsnitzer OB Mario Horn (CDU) hatte im Wahlkampf versprochen, dass auch die Stadt an der Talsperre wieder mehr Verantwortung übernimmt.

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