CDU-Antrag scheitert im Ausschuss

Corona: Kein Mieterlass für Vereine Ali und Kaleb

Plauen.

Mit ihrem Antrag, den beiden durch Corona in Finanznot geratenen Wohlfahrtsvereinen Arbeitsloseninitiative Sachsen (Ali) und Kaleb, die Miete zu erlassen, ist die CDU-Fraktion im Plauener Stadtrat jetzt gescheitert. Im Finanzausschuss am Donnerstagabend äußerte sich Plauens Kämmerin Ute Göbel: "Warum sollten wir gerade diese beiden Vereine herausheben?" Es existierten auf der ganzen Welt Betroffene, in Deutschland würden Hilfsangebote gemacht. Lutz Schäfer, Fachbereichsleiter Soziales, verwies zum Beispiel auf das Soforthilfeprogramm des Freistaates, bei dem jedoch die Bedürftigkeit nachgewiesen werden müsse. CDU-Stadtrat Tobias Kämpf wolle nicht, dass die Vereine von Pontius zu Pilatus rennen müssen, wie er sagte. Außerdem deckten die Fördergelder nicht die Kosten. "Kaleb fällt immer wieder aus der Förderung der Stadt, obwohl die Leute dort mit Herzblut dabei sind", so Kämpf. Indes informierte Lutz Armbruster vom Vermieter, der kommunalen Gebäude- und Anlagenverwaltung, auf Nachfrage von Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP): "Ein Stundungsantrag der Ali liegt uns vor. Von Kaleb haben wir bisher nichts gehört." Wie das sein könne, fragte Thomas Fiedler (SPD). Er erinnerte zudem an das "Gebot der Sparsamkeit" in Plauen und forderte nochmals zum Fördergeldbeantragen auf. Kaleb steht für "kooperative Arbeit Leben ehrfürchtig bewahren". Die Ehrenamtler setzen sich unter anderem für Frauen ein, die ungewollt schwanger werden. Sie finanzieren sich durch eine Kleiderkammer in der Anton-Kraus-Straße, die in der Krise geschlossen werden musste. Bei der Ali geht es um die Räume des Projekts Zukunft in der Windmühlenstraße. (sasch)

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