CDU regt Notbetreuung für Kinder an

Vor allem Jüngere fühlen sich im Lockdown einsam

Plauen.

Da sich Schüler im Lockdown daheim oft langweilen würden, hat Tobias Kämpf (CDU) jetzt im Sozialausschuss des Plauener Stadtrates eine Notbetreuung in den Kinder- und Jugendeinrichtungen in den Stadtteilen angeregt. Die Verwaltung wolle den Bedarf prüfen, sagte Sozialbürgermeister Steffen Zenner (CDU).

Benjamin Olsson zum Beispiel vom Markuskeller in Haselbrunn beobachtet schon länger, dass einige Kinder und Jugendliche einen Großteil des Tages in der Luft zu hängen scheinen. "Wir haben bemerkt, dass die Kids aktuell wesentlich aktiver sind als beim ersten Lockdown. Sie trafen sich auch mal in Grüppchen und machten Schneeballschlachten", so Olsson. Vor allem seien die größeren Grundschüler betroffen. "Mit den Älteren können wir Sozialarbeiter via Handy und sozialen Medien Kontakt halten", sagt der Mitarbeiter des Diakonischen Beratungszentrums Vogtland, das Träger des Markuskellers ist. Aber die Jüngeren würden eben noch nicht über die technische Ausstattung und die mediale Kompetenz verfügen, so Olsson. Er sagt: Die Kinder und Jugendlichen treffen sich trotz des Kontaktverbotes, "weil sie es offenbar brauchen". Auftrag der Einrichtungen sei es, mit den Kids zusammenzuarbeiten. Olsson wünscht sich, dass dies bald wieder möglich ist. Nicht zuletzt auch, um Streiche und sogar Vandalismus zu verhindern. (sasch)

30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Testen Sie die digitale Freie Presse unverbindlich.
Erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de
(inkl. FP+ und E-Paper). (endet automatisch)
 
30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de und E-Paper. (endet automatisch)
Jetzt 0€ statt 20,99 €
00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.