CDU will Maschine für Sandsäcke

Plauen.

Die CDU-Fraktion im Plauener Stadtrat hat beantragt, dass die Kommune eine Sandsack-Füllmaschine kauft. Anlass ist das Hochwasser im Mai dieses Jahres, bei der in kurzer Zeit sehr viele Sandsäcke benötigt wurden. Die Kosten bezifferte Fraktionsvorsitzender Jörg Schmidt auf 25.000 bis 40.000Euro. Bei der Stadtverwaltung lehnt man die Anschaffung bislang ab. "Wir hätten sie nur 2002, 2013 und 2018 gebraucht", sagte Baubürgermeister Levente Sárközy bei der jüngsten Sitzung des Stadtbau und Umweltausschusses. "Dazwischen hätte sie Rost angesetzt." Diese Argumentation stieß auf Widerspruch. "Ein Sprungtuch braucht man auch selten, man muss trotzdem eines haben", sagte Thomas Fiedler (SPD). Ob die Sandsack-Füllmaschine gekauft wird, entscheidet heute der Stadtrat. Die Bürgervertreter treffen sich 15.30Uhr im Rathaus. (nie)

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3Kommentare
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    kgruenler
    04.09.2018

    Man kann nur hoffen, dass die CDU-Stadträte zur Vernunft kommen und das Geld sinnvoller investieren, als in eine Sandsackbefüllmaschine, die es bereits mehrfach zum ausleihen bei der LTV und bei THW gibt und von der die Feuerwehr selbst gar nichts hält. Der Chef der Berufsfeuerwehr hat mehrfach zu Jahreshauptversammlungen und Ausschusssitzungen ausführlich auf die Nachteile hingewiesen und gebeten, bessere andere Ausrüstung anzuschaffen, aber da haben die CDU-Stadträte wohl großzügig drüber hinweg gehört.
    Um eine Sandsackfüllmaschine zu benutzen, bedarf es speziellen Sand, dieser muss trocken sein, zum befüllen benötigt man einen Radlader, dieser darf nur von speziell ausgebildetem Personal bedient werden. Alles Faktoren, welche im Notfall dazu führen, dass keine Sandsäcke befüllt werden können.
    Die Feuerwehr selbst bevorzugt in jedem Fall die klassische Methode, Leiter auf zwei Böcke, umgekehrte aufgeschnittene Pylonen rein und Sand (egal ob nass oder welcher Art) manuell reingeschaufelt. Das kann jeder, jederzeit und überall.
    Auch die Idee, bereits benutze befüllte Säcke bis zum nächsten Mal einzulagern, geht nicht ohne weiteres, da sich mit der Zeit die Säcke zersetzen.

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    Tauchsieder
    04.09.2018

    Sorry, beim nochmaligen "überfliegen" der Mitteilung der FP ist mir noch aufgefallen, dass Sarkozys Erinnerungen ihn einen Streich gespielt haben. 2002 wurde Plauen vom damaligen Jahunderthochwasser in Sachsen verschont. Lediglich im östlichen Teil des Vogtlandes gab es Schäden.
    Immer schön bei der Wahrheit bleiben und mal seine Glaskugel nachjustieren.

  • 1
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    Tauchsieder
    04.09.2018

    Eine tolle Argumentation des BauBM. Scheinbar weis er schon was in Zukunft auf Plauen zukommt. Die Glaskugel kann er mal dem OB ausleihen.
    Ich habe meinen Akku-Schrauber(ein sehr guter, demzufolge teurer) sehr viel im Jahr 2012, 2015 und dieses Jahr benötigt. Ansonsten lag er größtenteils nur rum, ohne Rost anzusetzen.
    So ist es halt wenn man das Geld für andere F...ideen benötigt.



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