Coschütz soll wieder Bauland erhalten

Satzung kommt in den Stadtrat - Elsterberg hält an Hohndorfer Straße fest

Coschütz.

Am 30. September soll im Elsterberger Stadtrat eine sogenannte Klarstellungs- und Ergänzungssatzung für die Ortschaft Coschütz beschlossen werden. Dann könnte Coschütz wieder Bauland haben, das mit Eigenheimen bebaut werden kann.

Eine Information dazu hatte Ortsvorsteher Andreas Oberlein (SPD) zuletzt von der Stadtverwaltung gefordert. Er befürchtet Stagnation in dem Elsterberger Ortsteil, weil es derzeit kein Baurecht gibt. Selbst in schlechten Zeiten sei es immer ein wenig vorwärts gegangen im Ort und es habe Zuzug junger Familien gegeben, blickte Oberlein zurück. In der Ortschaftsratssitzung erklärte Bürgermeister Sandro Bauroth (FDP), dass mit der Satzung Baurecht für Privatgrundstücke geschaffen werden könne. Ansonsten müsste jeder einzeln ein Verfahren beantragen, wenn auf seinem Grundstück gebaut werden soll.

Grundstücke im Eigentum der Kommune, die für den Wohnungsbau in Frage kommen, gibt es nicht. Die meisten Flächen seien an Landwirtschaftsbetriebe verpachtet. Das Verfahren für die Satzung habe sehr lange gedauert. Bauroth erklärte gleichzeitig, dass Coschütz keine Konkurrenz für das Baugebiet Hohndorfer Straße in Elsterberg darstellen darf. Der Beschluss dafür wurde Mitte der 1990er Jahre gefasst. Die Stadt habe viel Geld in den Kauf der Grundstücke investiert, doch dann ging der Bau- und Erschließungsträger pleite. Die gerichtliche Klärung habe viele Jahre gedauert. Für die Erschließung seien 900.000 Euro notwendig. Die Stadt will einen neuen Bauträger finden. "Auf das Baugebiet warten Elsterberger seit Jahrzehnten." (pstp)

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