Das obere und untere Ende der Stadt

Auflösung Fotorätsel 1167: Was einige Straßennamen der Plauener Altstadt verraten

Plauen.

Selbst Einheimischen macht es oft Schwierigkeiten, die "Oberen" und "Unteren" Straßennamen in der Plauener Altstadt zu unterscheiden. Auch einige Rätselfreunde hatten damit ihre Probleme. Das Foto zeigt einen Teil der Oberen Endestraße (rotes Haus), die ausgehend vom Altmarkt auf die Untere Endestraße (rechts) trifft. Diese beginnt am Klostermarkt und führt zur Johanniskirche an die Stadtmauer, wo die mittelalterliche Stadt zu Ende war. Daher dieser Name.

Die Obere Endestraße hieß 1732 Kupferschmiedgäßchen. Auch der Obere Steinweg nimmt seinen Anfang am Altmarkt und trifft Ecke Klosterstraße auf den Unteren Steinweg. Dort stand einst das Steinweg-Tor. Beide Steinwege waren die Hauptstraßen des mittelalterlichen Plauens, sie führten von der steinernen Elsterbrücke in die Stadt. Als Steinwege wurden sie schon 1388 bezeichnet, was daraufhin deutet, dass sie im Gegensatz zu anderen (oft matschigen) Straßen schon befestigt waren.

Der Obere Graben zieht sich von der Straßberger Straße zur Neundorfer Straße. An der Rückseite der Museumshäuser befand sich ein breiter Wallgraben vor der doppelten Stadtmauer. Einige Mauerreste sind auch heute noch sichtbar.

Unterer Graben 1 - so lautet die offizielle Anschrift des Rathauses. Ausgehend vom Nonnenturm verlief die doppelte Stadtmauer zum Neundorfer Tor, das bis 1837 etwa zwischen Rathaus und Sparkasse stand. Laut Museumsheft 36, dem die historischen Daten entnommen sind, gab es dort auch einen Graben, der 1546 als Totengraben bezeichnet wurde, weil auf dem Gelände des heutigen Lutherplatz' der städtische Friedhof gewesen war. Die Bezeichnung Unterer Graben wurde erst 1875 eingeführt. (ta)

Gewonnen hat Familie Pömpner, Pausa-Mühltroff, eine Hin- und Rückfahrkarte für die Wisentatalbahn auf der Strecke Schönberg-Schleiz. Sie kann in der Lokalredaktion, Postplatz 7 in Plauen, abgeholt werden.

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