Das Schloss auf dem Fels aus Grünstein

Mühltroffer Verein lädt zum Tag des offenen Denkmals zu Führungen

Von Simone Zeh

Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag ist in Mühltroff einiges los. Im Schloss wird das bereits am Vorabend eingeläutet - mit einem klassischen Konzert. Ab 19.30 Uhr steht das Programm des Kammerchors Belcanto unter dem Thema "Musika, die ganz liebliche Kunst".

Am Sonntag beginnt dann 10Uhr vor dem Schloss ein Frühschoppen mit den Wisentataler Blasmusikanten. Geschichtliche Führungen durch den Mühltroffer Schlosskomplex gibt es 11Uhr und 14 Uhr. Die Kaffeestube im Gebäude ist geöffnet und lädt Gäste zur Einkehr ein.

Im Jahre 1349 wurde das Schloss Mühltroff erstmalig erwähnt - in einem Lehnbuch von Friedrich dem Strengen. Ursprünglich bestand das Schloss aus einem runden Turm auf Grünsteinfelsen, um den die Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Rittergutes der herrschaftlichen Besitzer gebaut worden sind. Heute stellt das Mühltroffer Schloss einen Mittelpunkt des kulturellen Lebens der Stadt dar. Es beherbergt die Heimatstube des Heimat- und Wandervereins mit Ausstellungsräumen zur Orts- und Regionalgeschichte, so etwa das Rudolf-Hirschberger-Kabinett, Vereinsräume der Modelleisenbahner, der Aquarianer und einen Raum der katholischen Kirche. Zudem kann man Ausstellungen und Schauwerkstätten (Kurbelstickerei und Jacquardweberei) zur Tradition der Textilindustrie in der Region, ein Ausstellungsteil der ehemaligen Firma Eschke sowie eine Trachtenausstellung des Vogtländischen Trachtenvereins und ein Wasserzeichen-Kabinett besichtigen. Die Schwarze Küche mit ihrem Kamin ist weithin bekannt für ihre Livemusik-Veranstaltungen.

Weiterhin hat am Sonntag auch das DDR-Museum am Mühltroffer Markt geöffnet, in das sich ebenfalls ein Abstecher lohnt. Von 10 bis 17Uhr kann man dort auf Zeitreise in den Alltag der DDR gehen. Der Förderverein lädt dazu ein.

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