Die guten Seelen der Plauener Musikschule

Für ihre Arbeit am Vogtlandkonservatorium sind Irina Pörner und Heike Simanowski geehrt worden.

Plauen.

Warum es sich lohnt, wenn Kinder und Jugendliche eine Musikschule besuchen, darüber muss Musikschullehrerin Heike Simanowski nicht lange nachdenken: "Weil Musik die Seele öffnet. Man lernt, Gefühle zu zeigen und umzusetzen." Gesang helfe beim Umgang mit der Sprache. Insgesamt diene der Unterricht also der Persönlichkeitsbildung, so die Plauenerin am Sonntag zwischen den beiden ausverkauften Weihnachtskonzerten des Vogtlandkonservatoriums im Vogtlandtheater.

Heike Simanowski erhielt mit ihrer Kollegin Irina Pörner den vom Förderverein des Konservatoriums erstmals vergebenen Förderpreis. Er ist mit einem Pokal und einer Prämie von 250 Euro verbunden. Vereinsvorsitzender Frank Heidan sagt: "Wir wollen damit außergewöhnliche Arbeit würdigen."

Der Plauener ist seit drei Jahren Vorsitzender der 82 Mitglieder zählenden Fördergemeinschaft. Der Beschluss für die Ehrung fiel Anfang des Jahres. Hervorragende Arbeit zu Gunsten der Musikschule sei Voraussetzung, um Preisträger zu werden. Die Vorschläge kommen von Eltern und Schülern, aber auch vom Lehrerteam. Mitte November hatte man über die ersten Nominierungen in einer Mitgliederversammlung entschieden. Fünf Frauen und Männer standen zur Auswahl.

Irina Pörner ist bereits seit 1991 an der Musikschule tätig. Sie kümmert sich unter anderem um die Nachwuchsförderung, womit auch der ganz kleine Nachwuchs gemeint ist: "Die Eltern singen und haben dabei ihre Kinder auf dem Arm", beschreibt die Frau aus Jocketa, wie sechs Monate alte Babys an Gesang und Musik gewöhnt werden. Die Mütter bewegen sich rhythmisch dazu. Irina Pörner geht außerdem seit fünf Jahren in die Kindertagesstätte Bärenstein und macht dort Musik mit den Jüngsten. Die Lehrerin kümmert sich zudem um das Jeki-Projekt, das die Landesregierung angeschoben hat. Die Abkürzung steht für "Jedem Kind ein Instrument". Das Projekt findet derzeit an fünf Plauener Schulen statt.

Heike Simanowski ist Theaterfreunden ein Begriff. Vor ihrer Zeit am Vogtlandkonservatorium gehörte sie zehn Jahre lang zum Chor des Plauener Theaters. Jetzt unterrichtet sie Gesangsklassen und ist auch für den Chor zuständig: "Wir brauchen Männer für den Chor", hat die engagierte Plauenerin am Sonntag gleich wissen lassen. "Die trauen sich immer nicht", bedauert sie. In dem Ensemble wirken alle Altersklassen mit - die beiden Preisträgerinnen haben also vom Baby bis zum Rentner alle Generationen unter ihren Schülern.

In den Weihnachtskonzerten traten verschiedene Ensembles des Konservatoriums auf - zur Freude ihrer Familien in den Besucherreihen. Die Blechies, der Orff-Spielkreis, das Gitarrenorchester, das Streichquartett, die Kinderbigband und andere standen im Konzert um 15 Uhr auf der Bühne. Pauline Gebhardt, Friedrich Hoffmann Emilia Stenzel trugen mit Rezitationen zum Programm bei. Noah Schmeißner spielte Robert Schumann.

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