"Die Leute wollen in Frieden leben"

Gemeinsam mit mehr als 300 Menschen aus 16 Staaten war Dirk Spengler aus Spielmes bei der Friedensfahrt nach Moskau unterwegs. Was er dabei erfahren hat.

Spielmes.

Der Unternehmensberater Dirk Spengler aus Spielmes hat erneut an der Druschba-Tour nach Moskau teilgenommen. "Um Vorurteile abzubauen, muss man die Leute kennenlernen - vor Ort in ihrem Land", sagt er zu seiner Motivation.

"Fast überall wurden wir herzlich aufgenommen. Das war berührend. An unseren Fahnen und T-Shirts wurden wir oft schon von weitem erkannt. In jeder Stadt gab es ein kleines Fest, wenn wir kamen. Auch Kranzniederlegungen", sagt er. Dabei sei ihm aufgefallen, dass nicht nur die Gefallenen aus dem eigenen Land, sondern auch die der Gegenseite bedacht wurden. "Das hat mich sehr beeindruckt. Die Leute wollen in Frieden mit Europa leben."


Der Spielmeser wünscht sich mehr öffentliches Interesse für die Friedensfahrt in Deutschland. Von Berlin aus ging es mit etwa hundert Fahrzeugen - Autos, Motorräder und zwei Reisebussen - auf die Tour über eine Strecke von rund 40.000 Kilometer. "Der jüngste Teilnehmer war sieben Monate und gehörte zu einer Familie mit zwei Kindern, die älteste Teilnehmern war 84 Jahre. Es waren Professoren, Schüler, Rentner, Studenten, Selbstständige und Leute mit ganz verschiedenen Berufen dabei." Sie alle verbindet der Wunsch, ein Zeichen für Frieden zu setzen: "Wir wollen in Frieden und Freundschaft mit den russischen Menschen wie mit allen Völkern leben. Wir sind überzeugt, dass dies langfristig am wirkungsvollsten erreicht werden kann, wenn Dialog, Austausch, Zusammenarbeit und Freundschaft gepflegt werden", heißt es in einer Mitteilung des initiierenden Vereins Druschba Global mit Sitz in Leipzig.

Auf einer von sieben Routen konnten sich die 347 Teilnehmer auf den Weg machen. Ob Kaukasus-, Baikal- oder Krimtour - gemeinsames Ziel war Moskau. Dort wartete ein Friedenskonzert auf die Botschafter. "Ich kam aus Zeitgründen später hinzu, bin nach Moskau geflogen", erklärt Spengler. Mit S-Bahn, Metro und Taxi stieß er zu den Druschba-Tour-Teilnehmern dazu.

In Smolensk ließ der Vogtländer eine Tasche liegen. "Die hatte ich in unserem Hostel - übrigens zahlt jeder Teilnehmer seine Reisekosten selbst - vergessen. Das Schöne ist, ich bekomme die Tasche jetzt nachgeschickt." Spengler fuhr auf der Karelien-Tor, eine der sieben Routen, mit. "Landschaftlich war es sehr schön dort, vor allem viele Seen gibt es." Nach drei Wochen Friedensfahrt war das gemeinsame Ziel nach einem Konvoi durch Berlin das Brandenburger Tor. Dort wurden die Teilnehmer bei einem Livekonzert empfangen. Auch nächstes Jahr soll es eine Friedensfahrt des Vereins geben - per Zugfahrt vom 1. bis 14. Juni. Spengler: "Das ist direkt vor der Fußball-WM in Russland."

www.druschba.info

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