Dorftheater setzt auf einen als Engel verkleideten Dieb

Der Grobauer Weihnachtsmarkt hat im Burgsteingebiet eine lange Tradition. Diesen Sonntag laden die Gastgeber zur 20. Auflage ein. Zum Jubiläum wird erneut ein Theaterstück aufgeführt.

Grobau.

Im Kultursaal des alten Grobauer Gasthofes brennt in diesen Tagen wieder öfters das Licht. So auch am Mittwochabend. Mitwirkende der Theatergruppe trafen sich zur Probe für das Stück "Der Engel mit dem Stoppelbart". Übermorgen, 17 Uhr, wird es anlässlich des 20. Grobauer Weihnachtsmarktes aufgeführt. "Wir üben seit Mitte November" verriet Angie Kummer. Sie führt Regie im Dorftheaterstück. Voriges Jahr gab es an gleicher Stelle erstmals eine Aufführung zum Weihnachtsmarkt. "Das war der Wahnsinn", blickte die Grobauerin zurück. Weil der Saal proppenvoll war, schauten die Markt-Besucher während der Aufführung sogar von draußen durch die Fenster.

Nach der gelungenen Premiere lag es nahe, das Ganze zu wiederholen. Diesmal dreht sich die Geschichte um zwei aus dem Gefängnis ausgebrochene Diebe, die sich in einer Kirche als Nikolaus und Engel verstecken. Dort treffen sie auf Kinder, die der Handlung eine Wendung geben. In die Rollen der am Ende bekehrten Bösewichte schlüpfen Angelika Dorn und Uwe Dobiosch. Beide waren bereits voriges Jahr beim Weihnachts-Stück dabei. "Uns macht es großen Spaß." Auch die Kinder sind mächtig aufgeregt. Neben der Handlung dürfen sich die Besucher auch auf Instrumental- und Gesangseinlagen freuen.


Nun hoffen die Gastgeber, dass am Sonntag zum Jubiläums-Markt genauso viel Trubel herrscht wie 2016. Ab 13 Uhr ist rund um den Gasthof jede Menge los. Insgesamt zwölf Händler bieten auf dem Markt neben dem ehemaligen Gasthof ihr Sortiment mit vielen originellen Geschenkideen an. Für die Knirpse wird im Gemeinderaum gegenüber dem Feuerwehrhaus eine Backstube eingerichtet. Dort gibt es auch die Möglichkeit, Advents-Gestecke aus Naturmaterialien selbst zu fertigen. "Für Kinderbetreuung ist gesorgt", weiß Mitorganisatorin Katja Egelkraut. Erstmals wird im Bushäuschen des 100-Seele-Dorfes eine Krippe aufgebaut. Natürlich darf der Weihnachtsmann nicht fehlen. Flankiert von Engeln trifft der Gesell hoch zu Ross 15 Uhr ein.

In der Vorbereitung und während des Markt-Treibens wird jede helfende Hand gebraucht, weiß Orts-Chef Wolfgang Sörgel. Er selbst stellt wie jedes Jahr die große Pyramide und Figuren aus seiner Wichtel-Werkstatt auf. "Bei uns macht das ganze Dorf mit." Darauf habe er sich in der Vergangenheit stets verlassen können. Sorgen bereitet ihm allerdings der hohe Altersdurchschnitt der Grobauer. Es werde künftig nicht einfacher werden, Aktivitäten innerhalb des Dorflebens zu organisieren.

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