"Duckomenta" ersetzt Schau an Weihnachten

Das Vogtlandmuseum in Plauen bereitet eine schnabelhafte Ausstellung vor - und das ist keine Zeitungsente.

Plauen.

Statt der weihnachtstypischen Exponate wie Bornkinnel, Gartenbahn und Neunerlei werden in der diesjährigen Weihnachtsausstellung im Plauener Vogtlandmuseum vor allem lauter Comic-Enten zu sehen sein. Die kuriose Schau nennt sich "Duckomenta" und ist ein Spaß für Alt und Jung. Die Museumsleute haben das Event für fünf Monate an Land gezogen: Ab 27. November, dem Mittwoch vor dem ersten Advent, bis in den April hinein werden mehr als 130 Originale der Berliner Künstlergruppe Interduck in der Einrichtung an der Nobelstraße gezeigt: Alles Enten (englisch: duck).

Wie Stefanie Gebler, wissenschaftliche Mitarbeiterin und für die traditionelle Weihnachtsschau zuständig, im Kulturausschuss des Stadtrates am Donnerstagabend erklärte, tourt die Schau in leicht abgewandelter Form seit den 1980ern durch Mitteleuropa. Sie war außer in vielen Orten Deutschlands auch schon in Österreich, Holland und in Frankreich. Zunächst sollen die Exponate, wie immer in der Weihnachtszeit, in die Dauerausstellung integriert werden. Nach Lichtmess am 2. Februar soll es dann ohne Tannenbaum und Pyramide weitergehen mit der "Duckomenta". Gebler: "Eventuell gibt es bei uns ein bisher nirgends gezeigtes Schmankerl." Sie stehe dazu aber noch in Verhandlung, so Gebler. Vielleicht ein Moosma im Entengewand? So mutmaßten Ausschussmitglieder. Die meisten Anwesenden fanden die Idee jedenfalls gut.

Das beliebte "Schokoladenmädchen" verwandelt sich in der Schau zum Beispiel in ein graziles Schoko-Schnabeltier, und aus dem die Zunge heraussteckenden Albert wird ein "Duckstein" (nein, nicht das Bier). Alle "funducktischen" Kunstwerke würden extra beschriftet, so Gebler, obwohl sie glaube, dass die Arbeiten bei den meisten Besuchern bekannt sind. Die Kosten für die unkonventionelle Ausstellung belaufen sich auf rund 12.000 Euro.

Im nächsten Jahr will man laut Gebler nach dem Enten-Experiment zu den rein vogtländischen Weihnachtsbräuchen in der Traditionsschau zurückkehren.


Im Entenkosmos

Parodie: Die "Duckomenta" ist eine Wanderausstellung, deren Name eine Anspielung auf die zeitgenössische Schau Documenta in Kassel ist. Die kuriose Schau machte erstmals 1986 in einem Museum Station.

Vincent van Goghs berühmtes Selbstporträt, die geheimnisvoll lächelnde Mona Lisa oder die Büste der ägyptischen Königin Nofretete: Die im Entenkosmos präsentierten Bilder und Plastiken sind bekannten Werken nachempfunden - nur dass die Figuren Enten sind und zwar im Stil von Donald Duck. www.duckomenta.com

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