Dutzende Kabinen im Freibad Haselbrunn sollen saniert werden

Der Förderverein Freibad Haselbrunn hat bei einem Arbeitseinsatz am Samstag weitere Vorbereitungen für die neue Saison getroffen. Der Vereins-Geschäftsführer startete einen Aufruf an die Badfreunde.

Plauen.

Derzeit sieht es zwar nicht danach aus. Aber der Geschäftsführer der Plauen Freizeitanlagengesellschaft, Ronny Adler, versichert: "Sobald es heiß wird, machen wir auf." Am Samstag haben Adler, der zweite Geschäftsführer Pierre Grasse, der neue Vorsitzende des Fördervereins Freibad Haselbrunn, Wolfgang Müller, und einige Mitglieder auf dem Gelände des Freibades Haselbrunn Hand angelegt. Unter anderem sind fünf Bäume auf der Liegewiese gesetzt worden. "Wir wollen die Fläche damit etwas auflockern", meinte Wolfgang Müller am Samstag, kurz vor Beginn des Arbeitseinsatzes, die Wiese vor den Kabinen.

Hinter den Kabinen müssen auf der FKK-Liegewiese einige Gehölze aus Altersgründen beseitigt werden, ergänzte der Vereinschef. Das werde aber frühestens nach der Saison im Herbst gemacht. Auf dem Arbeitsplan standen jetzt neben den Baumpflanzungen aber auch noch einige Kabinen. Holztüren wurden abgeschliffen, mit Firnis und Holzschutz behandelt. Eine andere Farbe auftragen, das geht nicht. Die Originalhölzer müssen so erhalten bleiben: "Das ist eine Forderung des Denkmalschutzes", erklärte Müller.


Neben diesen Notmaßnahmen planen die Freibadförderer in Sachen Kabinen aber weiter voraus. "Es sind 50 bis 60 Kabinen zu sanieren", informierte Bernd Märtner, Geschäftsführer der Fördergemeinschaft. Ein Austausch von Dächern und Trennwänden mache sich nötig. Neue Schlösser seien fällig. Denn: Die Nachfrage steigt, die Kabinen zu nutzen.

"Das Sicherheitsgefühl ist gewachsen", schilderte Märtner seine Beobachtungen. Hätten Badbesucher ihre Sachen früher meist auf dem Rasen liegen lassen, wenn sie schwimmen gegangen sind, so würden jetzt mehr und mehr die abschließbaren Umkleiden genutzt. Weil das so ist und weil es Geld braucht für die Sanierung, bietet der Förderverein neue Patenschaften an.

"Die alten Pachtverträge sind jetzt ausgelaufen", erklärte der Geschäftsführer. Die neuen beinhalten eine Laufzeit von fünf Jahren. "Für eine Einzelkabine sind 500 und für eine Doppelkabine 1000 Euro zu zahlen", teilte er weiter mit. Dafür steht die Kabine ausschließlich dem Pächter zur Verfügung, und sein Namensschild bleibt auch nach den fünf Jahren an der Wand. "Jeder, der kauft, finanziert den Erhalt mit", hat der Plauener die Badfreunde deshalb aufgerufen, sich zu beteiligen.

In diesem und im nächsten Jahr steht außerdem die Sanierung der Becken an. "Wir wollen die Becken sanieren, damit es für Jahrzehnte reicht", hatte Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) in der jüngsten Mitgliederversammlung die Investition bereits begründet. Die Kosten würden sich auf 450.000 Euro belaufen. Davon sind 75 Prozent Fördermittel. Bernd Märtner kündigte jetzt zwei Bauabschnitte an. Der größere Teil der Arbeiten würde nach Saisonende erledigt, der Rest im kommenden Jahr. "Bis zu einer Höhe von 1,20 Meter wird Edelstahl eingesetzt", erklärte er. Der Edelstahl ersetzt die Fliesen, die immer wieder abfallen.

Die schon vor fast zehn Jahren geschmiedeten Pläne für ein Naturbad, bei dem Pflanzen die Reinigung des Wassers übernehmen, sind noch nicht vom Tisch. Das hänge an der Finanzierung, erklärte Märtner. Man verfolge diese Pläne weiter.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...