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Volkshochschule Plauen: Ilona Blaschke übernimmt Leitung der Einrichtung

Plauen.

Neu ist die Volkshochschule Plauen für Ilona Blaschke (Foto) beileibe nicht. Am 15. August beging sie ihr 20.Jubiläum in der Einrichtung. Neu ist ihre Funktion: Brita Eychen, die vorherige Leiterin, gab nach dreijähriger Amtszeit aus gesundheitlichen Gründen den Staffelstab an ihre langjährige Kollegin weiter, bleibt aber weiterhin als Lehrkraft tätig.

Die "Neue", die 51-jährige Ilona Blaschke, ist Informatikerin und hat an der TU Dresden zusätzlich einen pädagogischen Abschluss gemacht. Sie ist in der Volkshochschule für den Bereich Arbeit und Beruf zuständig und leitete Computerkurse Jetzt ist sie auch für das Arbeitsfeld Sprachen zuständig und Chefin von 80 Honorarkräften und vier Festangestellten. "Ich arbeite gern. Es ist eine schöne Arbeit, die ich noch lange leisten möchte", sagt sie. Wie ihre Vorgängerin ist sie ständig auf der Suche nach attraktiven Angeboten, um so viele Schüler wie möglich in den Kursen unterzubringen.

Ein verlockendes Angebot ist beispielsweise der Computerclub: "Der Kurs ist etwas für Leute, die schon mit dem Computer umgehen können, aber noch dieses oder jenes Problem haben. Es ist also eine Möglichkeit, seine Fähigkeiten zu verbessern." Den Club, der sich alle zwei Wochen trifft, leitet der Chef einer Computerfirma.

Neu im Angebot ist ein Selbstverteidigungskurs für Frauen und Männer, der sich Krav Maga nennt. Gern gesehene Gäste im Haus sind Flüchtlinge, die zu ihren Sprachkursen kommen. Auch ausländische Ärzte nehmen Unterricht, und deutsche Bürger zeigen zunehmend Interesse an arabischen Sprachen.

"Es ist angenehm, mit den Asylbewerbern zu arbeiten", so Blaschke. "Obwohl sie aus einem anderen Kulturkreis kommen, gibt es keine Probleme." Natürlich müssten die Lehrkräfte Regeln aufstellen, die wie bei den Deutschen einzuhalten sind. So wird den Flüchtlingen beigebracht, dass man pünktlich zum Unterricht erscheint, sich an festgelegte Sprechzeiten der Verwaltung zu halten hat und sich entschuldigt, wenn man einmal nicht zum Unterricht kommen kann. Schön sei es für Lehrer und Schüler stets, wenn ein Kurs beendet ist und sich alles zum Abschlussessen in der hauseigenen Gaststätte trifft: "Die Teilnehmer organisieren dann alles, und sie können wunderbar kochen", schwärmt Brita Eychen.

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