Eine in Watte gepackte Sagengestalt

Auflösung Fotorätsel 1286: Gesucht war Wattefrau

Plauen.

Der Name einer vogtländischen Sagengestalt mit weißem Mantel sollte genannt werden. Für manche Rätselfreunde war es das Bornkinnel, für andere die Winselmutter. Gemeint war aber die Wattfraa, die Wattefrau. Das stand auch auf den meisten Einsendungen. Wie es aber bei Sagen so ist, gibt es mancherlei Deutungen, doch die Grundidee war das Helfen für Menschen in Not während der kalten Jahreszeit. Bei ihrer Hilfe soll die Wattfraa im Schneesturm nach der Bescherung umgekommen sein, man fand sie später in Schnee "einwattiert" zwischen den Bäumen im Wald. So etwa wurde die Geschichte als Sage überliefert.

Nun gibt es neben dieser Wattfraa auch noch die Wattepuppe. Beide haben gleiches Anliegen, aber eine andere Traditionslinie. Der Volkskundeforscher Friedrich Bartel aus Falkenstein sah die Wattepuppe und den Moosmann im Vogtland ebenfalls als Lichter tragendes Paar wie es im Erzgebirge Engel und Bergmann sind. Der Körper dieser Wattepuppe bestand aus einem Holzskelett samt Arme und Beine und einem Puppenkopf aus Porzellan. Das Gestell wurde mit Watte umhüllt. Die Wattefrau (Wattfraa) hingegen ist eine Erfindung des Heimatdichters Hans Wild aus den 1950er-Jahren. Sie wurde hauptsächlich im oberen Vogtland um Zwota und Klingenthal geschnitzt und hatte keinen Puppenkopf. Im Vogtlandmuseum werden sowohl Wattfraa als auch Wattepuppe verwahrt. (ta)

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