Elsterberg: Bis 2020 soll Ruine in Feier-Form sein

Bis zum nächsten Ruinen- und Heimatfest sollen die maroden Mauern der Burgruine so weit saniert sein, dass das Plateau die Sause aushält - und kein Gast etwa lose Mauersteine abbekommt.

Elsterberg.

Spätestens Mitte Juli sollen die Sanierungsarbeiten an der Elsterberger Burgruine weitergehen. Das erklärte Ingenieur Thomas Schafferhans während des jüngsten Treffs der Stadtratsmitglieder von Elsterberg. Ziel ist, das alte Gemäuer so fit und sicher zu machen, dass Mitte 2020 der Bühnenbereich wieder genutzt und so erneut ein Ruinen- und Heimatfest stattfinden kann. Dass es stattfinden soll, dafür sprachen sich die Stadträte nun einstimmig aus. Aufgrund von maroden Mauern des Elsterberger Wahrzeichens hatte das Fest zuvor ausfallen müssen. Die Burgruine wurde gesperrt.

"Wir haben nun ein 3-D-Vermessungsmodell", erklärte Schafferhans. Das sei die Basis für alle weiteren Arbeiten. "Wir müssen die Ruine dauerhaft an allen Seiten sichern." Fürs weitere Vorgehen stützten sie sich auf Erfahrungen aus den Sanierungsarbeiten vom Vorjahr - auch, was die Kosten angeht, die durch bis dato unentdeckte Hohlräume in den Mauern unerwartet gestiegen waren. Doch Schafferhans zeigt sich gegen böse Überraschungen gewappnet: "Wir sind immer vom schlimmsten Fall ausgegangen."


Die Arbeiten sollen im Juli weitergehen. "Sie schließen sich bis zur inneren Mauer im vorderen Bereich an", so der Ingenieur. Auch die Mauer zwischen den beiden Türmen soll gesichert werden, sodass der Haupteingang wieder freigegeben und die Treppe am Turm, die zur Bauernstube führt, instand gesetzt werden kann. Der Wehrgang soll erkennbar bleiben: Erhaltene Fragmente sollen bewahrt werden, stellte der Ingenieur in Aussicht.

Danach sollen weitere Sanierungs-Abschnitte folgen - je nach Dringlichkeit kommt der zuerst dran, der es nötiger hat. Auch genügend Zeitpuffer sei vorhanden, falls man die beiden angepeilten Abschnitte nicht bis zum Spätherbst schaffe, so Schafferhans - dann sei von April bis Juli 2020 noch Zeit.

Der Noßwitzer Ortsvorsteher Albrecht Rink regte zudem an, öffentliche Baubegehungen anzubieten. So ließe sich der Bevölkerung besser erklären, was dort passiert, sagte er, und sorge für mehr Verständnis.

Kürzlich hat die Stadt 300.000 Euro vom Bund für die Sanierung der Burgruine bewilligt bekommen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...