Elsterberger Haushalt nicht rund: Stadt muss sparen

Aufsichtsbehörde fordert Nachbesserungen - Bürgermeister schließt Abspecken in sozialen Bereichen aus

Elsterberg.

Elsterberg muss den Gürtel enger schnallen, wenn die Stadt dieses Jahr einen von der Kommunalaufsicht genehmigten Haushaltsplan haben will. Mit einem Trick muss die Kommune aber nicht ganz so abspecken wie befürchtet. 180.000 Euro waren im Ursprungsplan nicht gedeckt. Die Rechtsbehörde forderte deshalb Nachbesserung in Form von weniger Ausgaben und mehr Einnahmen.

In einigen Bereichen seien nun die Schrauben angezogen worden, so Bürgermeister Sandro Bauroth (FDP) - aber nicht im sozialen Bereich. Carmen Lorenz, Leiterin des Finanzwesens im Rathaus, zählt Posten auf, an denen gespart wird: Der schadhafte Balkon an der Rathaus-Front wird nicht für 12.000 Euro saniert, sondern nur für 5000 Euro gesichert. Der geplante Anstrich für Garderoben von Sportanlagen sowie weitere Arbeiten in Höhe von 10.000 Euro sind erst mal verschoben. Für Werterhaltungsmaßnahmen an kommunalen Wohnungen stellt die Stadt jetzt nur 100.000 statt 160.000 Euro bereit. Für die Sanierung des Foyers und der Garderobe des Kulturhauses Coschütz gibt es nur 5000 statt 20.000 Euro. Der Clou, der den größten Teil der Ersparnisse im Ergebnishaushalt ausmacht, ist aber eine Verlagerung: 96.400 Euro, die für die weitere Sanierung der Burgruine vorgesehen sind, werden in den Finanzhaushalt verschoben, weil sie eine investive Maßnahme darstellen, erklärte Lorenz.


Nun sind die Ausschüsse dran, um über den verschlankten Entwurf zu beraten. Die Kommunalaufsicht muss auch grünes Licht geben. Ende Mai soll der Haushalt 2019 definitiv im Stadtrat beschlossen werden (.em)

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