Elternrat für Plauen ist vom Tisch

Hitzige Diskussion im Stadtrat - Vorstoß von SPD/Grünen gescheitert

Für Sie berichtet: Elsa Middeke

Es wird weder einen Stadtelternrat Kita noch eine Arbeitsgruppe "Elternvertreter/innen der Plauener Kitas" geben. Der Vorschlag der SPD/Grüne-Fraktion fand am Dienstag im Stadtrat keine Mehrheit. Stattdessen sorgte er für eine emotionale Debatte, bei der die Wogen hochschlugen.

Elternbelange kämen bei der Stadtverwaltung und in der kommunalen Politik oft zu kurz, so der Tenor von SPD/Grüne. Deshalb sei ein Elternrat nötig - oder aber eine befristete Arbeitsgruppe aus Eltern sowie Mitgliedern der Stadtverwaltung und der Stadtratsfraktionen.

Bürgermeister Steffen Zenner (CDU) hatte sich gegen einen Rat ausgesprochen: Eltern könnten sich bereits jetzt in den Einrichtungen beteiligen. Die Verwaltung habe zudem bei Elternbeiräten von kommunalen Kitas und Einrichtungen in freier Trägerschaft nachgefragt, ob sie ein Extra-Gremium wollen. Die Zustimmung sei gering ausgefallen.

Lutz Schäfer, Fachgebietsleiter Jugend/Soziales im Rathaus, erklärte, man sehe nach der Befragung keine Notwendigkeit für einen Elternrat. Auch Stadträtin Xenia Börner (CDU) war der Ansicht, dass Eltern sich bereits jetzt in Kitas Gehör verschaffen können. Anliegen von Eltern erreichten zudem bereits jetzt die Stadtverwaltung, so Börner. Nicht zuletzt verursache ein Elternrat einen hohen Verwaltungsaufwand.

"Wir können uns sehr gut mit der Idee anfreunden", sagte Lars Legath (Linke). Tobias Kämpf (CDU) dagegen sprach von einer "Pseudo-Arbeitsgruppe", die "Mitbestimmung vorheuchelt". Auch Sven Gerbeth (FDP/Initiative Plauen) erteilte der Idee eine Absage: "Wir brauchen kein besonderes Gremium."

Die Wortgefechte brachten weder Rat noch AG etwas: Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt.

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