Entsorgung Klärschlamm: Preise stabil

Verschärfte EU-Gesetze: Vogtland wenig betroffen

Plauen.

Die Folgen verschärfter EU-Gesetze zum Klärschlamm sind in Teilen Sachsens durch höhere Abwasserpreise spürbar - im Vogtland nicht. Die Mehrkosten seien in der Region derzeit nicht gravierend, sagt Alexander Bannier, der stellvertretende Abteilungsleiter für Abwasser des Zweckverbands Wasser und Abwasser Vogtland (Zwav). Bei der Reinigung häuslichen Abwassers fällt in den Kläranlagen Schlamm an. Damit dieser sinnvoll verwendet wird, setzten ihn Landwirte als Dünger ein, erklärt Diana Roth vom Statistischen Landesamt Sachsen. Dies hat sich jetzt geändert. Denn die neue EU-Gesetzgebung hat die Cadmium-Grenzwerte für den Schlamm verschärft. Durften vor 2015 die Abwasserrückstände noch zehn Milligramm pro Kilogramm Trockenmasse betragen, liegt der Wert nun bei 1,5. Das heißt: Klärschlamm mit zu hohen Cadmium-Werten darf nicht als Dünger aufs Feld.

Laut Bannier spielt das Thema wegen der geologischen Lage des Vogtlandes keine große Rolle. Cadmium habe die vogtländische Erde schon immer aufgewiesen, und nur wenig Klärschlamm sei vor der EU-Neuregelung in der Region überhaupt als Dünger verwendet worden. (pag)

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