Erfolgsformel: Singen muss vor allem Spaß machen

Die Weischlitzer Sangesbrüder haben das 125-jährige Bestehen ihres Chors gefeiert. Da kann man schonmal darauf anstoßen. Trinklieder gehören zum Repertoire.

Weischlitz.

Für diese Herren ist Singen pure Lebensfreude. Anlässlich des 125-jährigen Chorbestehens lud der Weischlitzer Männergesangverein (MGV) Elsterklang am Samstag zum Sommerfest ein. Chorleiter Heiko Beier begrüßte viele bekannte Gesichter. Im Programm wirkten die Sangesbrüder aus Syrau vom MGV Harmonie und Rödeltal (Kirchberg) mit. Zudem präsentierte sich die Trachtengruppe des Vogtländischen Kulturverein Weischlitz. Was alle verbindet, ist die Liebe zur Heimat und Gemeinschaftssinn.

Bei schweißtreibenden Temperaturen trugen auch die Jubilare Ausschnitte aus ihrem Repertoire vor. "Wir sehen das nicht so eng", sagte Liedermeister Beier. "Das Singen muss vor allem Spaß machen." Neben traditionellem Liedgut bauen die Sangesbrüder aktuellere Titel wie beispielsweise von Santiano ein. Feuchtfröhliche Trinklieder durften zum Sommerfest nicht fehlen. Beim Klassiker "De Wertshausuhr" stimmte Uwe Schönwälder kräftig mit ein. Zur Feier des Tages wurde der Schriftführer für 35 Jahre aktive Vereinsmitgliedschaft geehrt. Seit Anfang der 1990-er Jahre führt er über das Vereinsleben Buch. "Wir haben noch um die 15 Auftritte im Jahr." Neben Chortreffen werden die sangesfreudigen Männer für Feierlichkeiten aller Art gebucht. Zu Pfingsten tönt der Elsterklang durch den gesamten Ort. "Da singen wir an verschiedenen Plätzen." Ausfahrten gehören ebenfalls dazu. "Im September fahren wir zum Almabtrieb nach Österreich", so Schönwälder.


Ähnlich wie andere Chöre haben auch die Weischlitzer Nachwuchssorgen. "Das ist leider so", bedauerte Schönfelder. Probleme mit Chorleitern gab es in der jüngsten Vergangenheit nicht. "Seit der Wende stammt der Chorleiter immer aus unseren eigenen Reihen." Geprobt wird immer dienstags 19.30 Uhr in der Weischlitzer Südscheune. In den zurückliegenden Jahren gab es einige unvergessene Höhepunkte. Dazu zählt die Teilnahme am 15. Gewandhaussingen Sächsischer Chöre 2009 in Leipzig. Nicht immer war der Chor reine Männersache. Aus der Chronik geht hervor, dass von 1950 bis 1964 auch Frauen mitwirkten.

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