Erzieherinnen wollen sich in Schweden weiterbilden

Team der Eichigter Kita plant Reise nach Skandinavien

Eichigt.

Von wegen Pflichttermin: Der Auftritt von Madlen Rödel, Leiterin der Eichigter Kindertagesstätte Juniorkiste, hat die Gemeinderäte aufhorchen lassen. Denn die Kita-Leiterin hatte im Bürgerhaus ihren großen Wunsch offenbart: Eine Auslandsweiterbildung aller Erzieherinnen im Team - im November 2021 vier Tage lang in Schweden. "Vielleicht besteht ja die Möglichkeit", fühlte Rödel vor. Mitspielen müssen dafür vor allem die Eltern, denn eine einwöchige Schließung - vorgesehen ist die Woche mit dem Buß- und Bettag nächstes Jahr - wäre für die Dorf-Kita ein Novum. Der Vorstoß, das weithin gelobte schwedische Bildungssystem direkt kennenzulernen und sich Anregungen für die Arbeit daheim im Vogtland zu holen, kam bei Bürgermeister Christoph Stölzel (parteilos) und den Räten sehr gut an. Anderswo sei Weiterbildung ein ungeliebtes Stiefkind, hier komme die Initiative von den Erzieherinnen selbst, so das Lob - das sich gleich auch noch auf Gemeindemitarbeiter Normen Lenk erweiterte, der im Kindergarten wie in der Verwaltung wie für viele Dinge in Eichigt unverzichtbar ist, ohne sie je in den Mittelpunkt zu stellen.

Gut kam im Gemeinderat auch der Auslastungsgrad des Kindergartens an, in dem drei neue Kolleginnen aktuell für zwei Schwangere eingestellt worden sind. Von den 120 Plätzen im Kindergarten sind aktuell 96 belegt. Anfang 2021 rechnet die Kindergartenleiterin damit, die Marke von 100 zu knacken. Bis Mitte kommenden Jahres werden weitere drei, vier Kinder aus Eichigt und ein, zwei aus Marieney neu in der Juniorkiste erwartet, so Madlen Rödel. Von den angemeldeten Kindergartenkindern besuchen 90 Prozent in Vollzeit die Einrichtung. Die Krippe mit 15 Plätzen und einem Betreuungsschlüssel von einer Erzieherin für fünf Kinder ist aktuell voll belegt, ein Aufnehmen weiterer Knirpse nicht möglich. Im Hort in Eichigt sind aktuell 54 Kinder bei einer Kapazität von 62 Plätzen.

Bürgermeister Stölzel attestierte dem Dorfkindergarten einen "guten Ruf". Damit das so bleibt, hat neben der gelobten Arbeit der Erzieherinnen, der Mitarbeit der Eltern und vielen Angeboten auch die Gemeinde ihren Part beigetragen. Die Außengestaltung und die Arbeiten an den beiden Zugängen erfüllen dabei nicht nur Wünsche der Kinder und Erzieherinnen, sondern auch Auflagen und Hinweise des Jugendamtes.

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