Eule-Orgel in Markuskirche braucht Kur

Zweitgrößtes Vogtland-Instrument ist beschädigt

Plauen.

Bei Weitem nicht mehr alle Register lassen sich derzeit an der Eule-Orgel in der Plauener Markuskirche ziehen. In dem Gotteshaus an der Haselbrunner Morgenbergstraße bleibt das Musikinstrument mit den 3700 Pfeifen und dem auffälligen, weil halbrunden Spieltisch deshalb zwar nicht komplett stumm. Die Klangvielfalt jedoch sei sehr reduziert, bedauert Pfarrerin Beatrice Rummel. Denn die Orgel ist stark reparaturbedürftig. Deshalb hat sich jetzt der Freundeskreis der Markuspfeifen gegründet. Seine Mitglieder sammeln Spenden für die Sanierung. "Es sind schon nach kurzer Zeit einige Spenden hereingekommen", freut sich Rummel.

Das von Orgelbauer Hermann Eules Sohn Georg (gefallen 1918) errichtete Instrument war, ebenso wie die Markuskirche selbst, am 7. September 1913 eingeweiht worden. Der Bautzener Handwerker offenbarte dabei viel Geschick. Durch die beiden Weltkriege und durch verschiedene Umbauarbeiten sind Schäden am Instrument entstanden. Ein Großteil der Register ist nicht mehr spielbar. Dabei erscheine die Orgel nach Meinung von Experten im mitteldeutschen Raum sowohl klanglich als auch historisch als einmalig, heißt es seitens der "Markuspfeifen".

Das Instrument mit 54 Registern auf drei Manualen ist bis heute das zweitgrößte seiner Art im Vogtland. Die größte Orgel indes steht in der Oelsnitzer Jakobikirche. (sasch)

Für Spenden hat der Freundeskreis der Markuspfeifen ein Konto bei der Volksbank Vogtland eingerichtet. IBAN: DE40 8709 5824 5013, BIC: GENODEF1PL1. Wer Mitglied werden möchte, kann sich im Pfarramt der evangelisch-lutherischen Markus-Paulus-Kirchgemeinde (Goethestraße 34) anmelden.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...