Fall Kracke: Keine weiteren Schritte gegen Landkreis

Rechtsprozess beendet - Ex-Bürgermeister fordert Rücktritt von Landrat Keil

Mühlental.

Im Schadensersatzprozess gegen den Vogtlandkreis sieht Mühlentals Ex-Bürgermeister Andreas Kracke (parteilos) von weiteren juristischen Schritten ab. Er zeigte sich mit der Entscheidung des Oberlandesgerichtes (OLG) Dresden letztlich zufrieden, auch wenn dieses ihm wie das Landgericht Zwickau keinen Schadenersatz zusprach. Indes habe das OLG anders als die Vorinstanz festgestellt, dass auch eine Äußerung der Kommunalamtsleiterin rechtswidrig gewesen sei, so Krackes Anwalt Sven Kreuter mit Blick auf die schriftliche Urteilsbegründung. Das Landratsamt habe mehrfach rechtswidrig gehandelt, so Kreuter. Der Ex-Bürgermeister hatte sich juristisch gegen eine disziplinarische Geldbuße, seine Suspendierung und Äußerungen der Amtsleiterin über einen möglichen Straftatverdacht gegen Kracke gewehrt und wollte Schadenersatz erstreiten. Das Landgericht Zwickau hatte den Landkreis dazu verurteilt, Kracke die Anwaltskosten zu erstatten. Es sei nun rechtskräftig festgestellt, "dass alle 2016, 2017 und 2018 durch falsche Rechtsauslegung gegen meine Person ergriffenen Einschüchterungsversuche und die Zermürbungstaktik des Landrats mehrfach grob rechtswidrig waren", erklärt Kracke. Über die Motivation des Schönecker Ex-Bürgermeisters Keil könne er nur mutmaßen. Keil habe mit seinem Handeln dem Ansehen der Verwaltung schweren Schaden zugefügt, sagt Kracke und erklärt: "Die aktuellen Ereignisse im Landratsamt als Spitze der unzähligen Rechtsverstöße und sinnlos geführten, zum allergrößten Teil verlorenen Prozesse des Landrats zeigen jetzt leider deutlich, dass durch die Inkompetenz und Beratungsresistenz an der Spitze des Landratsamtes ernsthafter Schaden angerichtet wurde. Hier steht die Frage im Raum, ob nicht weitere Konsequenzen erforderlich sind. Herr Keil. Treten Sie endlich zurück." (hagr)

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