Fest für Behinderte: Absagen wegen Nazis

Diakonie und Dritter Weg planen gleichzeitig Aktionen im Stadtzentrum

Plauen.

Aus Angst vor Rechtsextremen wackelt eine Veranstaltung, die am Samstag auf dem Theaterplatz in Plauen stattfinden soll. Die Diakonie Auerbach plant dort zur selben Zeit eine Aktion wie die Partei Der Dritte Weg in unmittelbarer Nachbarschaft am Landratsamt. Einer Sprecherin des Runden Tisches zufolge will die Diakonie für die Integration behinderter Menschen werben und ein Fest feiern.

Aufgrund der Kundgebung der rechtsextremistischen Partei hätten einige Mitveranstalter des Aktionstages sowie Besucher jetzt abgesagt aus Furcht, heißt es in einer Pressemitteilung des Runden Tisches. Am Samstag war bekannt geworden, dass der Dritte Weg, der am 1. Mai in Plauen demonstriert hatte, für den Samstag vor der Wahl erneut eine Veranstaltung in Plauen plant. Der Runde Tisch für Demokratie kündigt eine Gegenkundgebung vor dem Landratsamt an gegen die Aktion der Rechtsextremen.


CDU-Kreisrat Lutz Kowalzick hat einen offenen Brief an seinen Parteikollegen und Landrat Rolf Keil geschickt. Die Versammlungsbehörde soll alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um zu verhindern, "dass erneut ein zumindest nationaler ungerechtfertigter Imageschaden für Plauen und das Vogtland eintritt". Der mögliche Anschein einer "Willkommenskultur" für Rechtsextremisten im Vogtland müsse vermieden werden, so Kowalzick. Er ermuntert Keil, sich von einer juristischen Auseinandersetzung nicht abschrecken zu lassen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...