Feuerwehrmänner rücken nach Hilferuf zu tierischem Rettungseinsatz aus

Bei der Tierrettung der Plauener Berufsfeuerwehr gehen in diesen Tagen vermehrt Anrufe mit der Bitte ein, Entenfamilien aus der Innenstadt zu retten. So gab es jetzt unter anderem einen Einsatz an der Reichsstraße hinter den Kolonnaden. Dort bestand die Gefahr, dass die Tiere unter die Räder kommen. Während die aufgescheuchte Entenmutter das Geschehen aus sicherer Entfernung vom Dach eines Hauses beobachtete, versteckten sich die Jungen auf der Flucht vor den Fängern zunächst in einem Gebüsch. Den Tierrettern um Steve Hertel gelang es, die elf Küken einzusammeln, um sie gemeinsam mit der Entenmutter an die Weiße Elster zu bringen. Letztlich scheiterte dieser Versuch aber. So entschied man sich zur Familienzusammenführung auf sicherem Terrain an der Weststraße. Die Plauener Tierheimchefin Katrin Soellner plädiert dafür, so wenig wie möglich in solchen Situationen einzuschreiten, so lange die Tiere nicht in unmittelbarer Gefahr sind. Enten würden sich in Städten häufig sichere Brutplätze auf Balkonen oder Dächern suchen. Nach dem Schlüpfen der Küken suche die Entenfamilie dann die Nähe zum Wasser. Auf dem mitunter langen Weg vom Brutort zum Wasser lauern jedoch Gefahren. Soellner rät daher, die Enten in solchen Situationen bis zum Wasser zu begleiten, sie aber ihrer Wege gehen zu lassen, ohne einzuschreiten. (lie)

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