Fichte im Vogtland bedroht

Nach Borkenkäferbefall Engpässe bei Forstfirmen

Plauen.

Die Dramatik des Borkenkäferbefalls in den vogtländischen Wäldern ist in der Mai-Sitzung vom Bau- und Umweltausschuss des Vogtlandkreises diskutiert worden. CDU-Kreisrat Bernd Freund wollte wissen, ob die im Rahmen des Monitorings durch Forstfachleute aus der Kreisbehörde und aus Firmen vorgenommenen Waldbegehungen mit GPS-Einsatz effizienter gestaltet werden können, statt mit Zettel und Stift durch den Wald zu ziehen. Das sei zeitgemäß, um etwa befallene Bäume auf Online-Karten kennzeichnen zu können. Dem stehen jedoch Datenschutz-Aspekte entgegen, antwortete Geschäftsbereichsleiter Lars Beck. Als größeres Problem bezeichnete Beck, dass oft nur zwei, drei befallene Bäume rasch aus einem Waldstück entfernt werden müssen. Es sei schwierig, dafür Firmen zu finden, betonte Beck. In der ganzen Branche fehlen zurzeit Kapazitäten, um die notwendige Beräumung zügig umsetzen zu können, erklärte dazu der Beigeordnete Uwe Drechsel, der in Vertretung des Landrates die Sitzung leitete. Das Ausmaß des Fichtenbefalls durch den Forstschädling Borkenkäfer verdeutlichte Lars Beck: "Eine Baumart kann hier verschwinden." (ur)

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