Firmenrundgang mit Fersensporn

Wahlen 2019 Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat in Plauen vor und mit Unternehmern der Region gesprochen. Denen brannte einiges auf den Nägeln.

Plauen.

Unternehmer und Vertreter von Wirtschaftsverbänden haben eine Einladung von Landtagskandidat Frank Heidan (CDU) für Mittwochabend in die Plauen Stahl Technologie genutzt, um Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auf Probleme und ungeklärte Fragen hinzuweisen. Altmaier nahm sich für das Gespräch gut eine halbe Stunde mehr Zeit als geplant und sagte zu, sich um die Anliegen zu kümmern. Dafür soll eine schriftliche Zuarbeit an ihn folgen.

Bereits in Schriftform übergeben wurde ihm ein Konzept des Nordostdeutschen Textilverbandes, der in Plauen die Ausbildung von Textilberufen konzentrieren will. Ein Förderprogramm des Bundes soll helfen, den Bau des Kompetenzzentrums zu finanzieren. Die Kriterien passen jedoch nicht genau. Hauptgeschäftsführer Jenz Otto hofft, mit Altmaiers Fürsprache noch vorhandenen Hürden überwinden zu können. Dieter Pfortner, Präsident der IHK Chemnitz, mahnte für den angekündigten Abbau des Solidaritätszuschlages einen Zeitplan zur vollständigen Abschaffung an, damit auch Unternehmen entlastet werden. Er plädierte dafür, Eintritte in die Selbstständigkeit zu erleichtern, und erinnerte den Minister, dass sich alle ostdeutschen IHK für das Ende der Russland-Sanktionen ausgesprochen haben. Frieder Seidel von der Mittelstandsvereinigung der CDU wiederholte die Forderung, die Vorfälligkeit von Sozialabgaben abzuschaffen. Weitere Teilnehmer sprachen die Gewinnung von Fachkräften im europäischen Ausland, flexiblere Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und die Förderung von Innovationen an.


Altmaier entpuppte sich bei all dem als nahbares Original. Als er aus dem Auto ausgestiegen war, bat er um Verständnis, dass er nach der Fahrt "erstmal um die Ecke" müsse. "Ich bringe sie", sagte Geschäftsführer Peter Völkner und erheiterte mit dem Wortspiel die Umstehenden. Später bat Altmaier um Verständnis, dass er wegen eines schmerzhaften Fersensporns sitzend antworten werde. Die Führung durch das Stahlbau-Gelände hatte der Minister zuvor ohne Murren absolviert.

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