Flut: Knatsch mit Feuerwehr in Kürbitz

SPD-Kreisrätin beschwert sich über Ortswehrleiter

Weischlitz/Kürbitz.

Drei Monate nach dem Hochwasser in Kürbitz hat Anwohnerin und SPD-Kreisrätin Uta Böddiker öffentlich Kritik an Ortswehrleiter Matthias Roth geübt und das Überdenken seiner Position gefordert. "Er sollte sich überlegen, ob er weiter Ortswehrleiter sein sollte, denn er wird jedes Mal selbst betroffen sein", sagte Böddiker jetzt in einer Einwohnerversammlung in Weischlitz zur Aufarbeitung des Hochwasser-Ereignisses Ende Mai.

Hintergrund: Roth hatte Böddiker im Katastrophenfall mit der Aussage Hilfe verweigert, er sei gegenwärtig nicht im Dienst. Sie solle die 112 anrufen. Gemeindewehrleiter Marco Spiller verteidigte seinen ersten Mann im Ort: "Roth war selbst betroffen und daher tatsächlich außer Dienst gestellt." Dem Kürbitzer stand nach eigenen Angaben das Wasser 1,30 Meter hoch im Keller.

Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr in Weischlitz waren zur Flut mehr als 48 Stunden im Dauereinsatz, betonte ein Stellvertreter der Gemeindewehrleitung. "Ich finde es nicht gut, dass jetzt Vorwürfe erhoben werden. Wir haben über Stunden alles getan, was wir konnten und gute Arbeit geleistet." Dafür gab es von den Versammelten Applaus.

Mitte Juni hatte Böddiker vor dem Kreistag die Arbeit der Feuerwehr im Ort noch gelobt. "Einzig und allein der Eigeninitiative erfahrener Kürbitzer Feuerwehrleute" sei es zu verdanken gewesen, dass Schlimmeres verhindert wurde, so die Anwohnerin damals. (nij/ur)

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4Kommentare
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    Zeitungss
    04.09.2018

    @Tausieder: Besser kann man es nicht formulieren. Schon der Gedanke an diesen Zustand ist eigentlich vertane Zeit, soll das Bergvolk damit glücklich bleiben.

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    Tauchsieder
    04.09.2018

    Scheinbar stehen hier einige der Kommentatoren im vogtl. Wald und rufen. Leider kommt draußen beim "Stimmvieh" nichts an.

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    Zeitungss
    03.09.2018

    @Tauchsieder: Beim zänkischen Bergvolk, wozu auch diese Gegend gehört, gibt es solche Probleme nun einmal. Die haben auch keine Meinung, wenn sie von der Obrigkeit "übern Eimer gehalten" werden. Ich gehöre zwar selbst zum besagten Volk, allerdings ist das gelegentlich schon peinlich was die Sklaven ihren Haltern so alles durchgehen lassen. Weiter möchte ich in die Materie nicht eingehen, es wäre sinnlos und vertane Zeit. Der Vogtländer hat die Früchte "SEINER ARBEIT" auch nicht anders verdient. Diese Zeilen sind jetzt nicht unbedingt auf das Hochwasser bezogen, sondern sollen den allgemeinen Zustand dieser Gegend der Allgemeinheit auch nur etwas näher bringen.

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    Tauchsieder
    02.09.2018

    Als Zugezogener und Eingepasster hat man es schwer gegen die Alteingesessenen. Da wird man schnell zum Nestbeschmutzer deklariert, auch wenn man Recht hat.



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