Fördergeld für Open Air verdreifacht

Mondscheinserenade: Widerspruch erfolgreich

Plauen.

Fast 40.000 Euro fließen in diesem Jahr seitens der Stadt Plauen in Literatur, Musik, Theater und verschiedene Ausstellungsformate. Gefördert werden einer Information von Kulturbürgermeister Steffen Zenner (CDU) zufolge diesmal 54 Projekte von Vereinen, Kirchgemeinden und auch einer privaten Initiative: einer Biografie über die Plauener "Neideiteln" Ruth Müller-Landauer, die im nächsten Jahr ihren 90. Geburtstag feiert. Ines Falcke, Künstlerin und Kunstpädagogin am Diesterweg-Gymnasium, will das Buch über das tanzende Plauener Original auf den Weg bringen. Sie erhält aus dem so genanten Aktionskonto des Kulturfördertopfes zunächst 500 Euro für das Vorhaben.

Mancher Antragsteller bekommt indes kontinuierlich jedes Jahr einen bestimmten Betrag, der fest eingeplant ist. In Widerspruch gegen die Höhe des Geldes geht selten jemand. Manuela Buchta vom Verein Wohn- und Lebensräume (Wohl) hat sich jetzt getraut, wegen der ursprünglich in Aussicht gestellten 800 Euro für die Mondscheinserenade am 1. September auf der Bahnhofstraße zu protestieren. Nach dem Einspruch wurde nochmals fast doppelt so viel bestätigt. Insgesamt freut sich der Wohl-Verein nun über 2300 Euro für das Klassik-Open Air. Buchta: "Die Fördersumme war uns wirklich zu wenig. Wir müssen immerhin 3000 Euro stemmen und das nicht in unserem Kerngeschäft." Für die Stadt sieht Buchta das Event als Bereicherung.

Weil die Alte Kaffeerösterei das Rampa-Zampa-Festival ausfallen lassen musste, wurden kurzfristig 915 Euro frei, die ins Aktionskonto fließen. Die Röste-Party soll's nächstes Jahr wieder geben, beruhigte Kassenwart Michael Bühring auf Anfrage. (sasch)

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