Friedensbrücke: Blick frei auf einzigartigen Bau

Jetzt wird Platz geschaffen für einen neuen Fußweg. Plauen wertet das Umfeld auf, der Feinschliff für die Pläne steht noch bevor.

Plauen.

An der Plauener Friedensbrücke haben Vorbereitungsarbeiten für einen geplanten Fußweg begonnen. Mitarbeiter der Jößnitzer Firma Schmidt Bau GmbH haben in dieser Woche am Hang an der Dobenaustraße mit Baumfällungen, der Rodung von Wurzelstöcken und einer groben Geländeregulierung begonnen. Darüber informierte Harald Haupt aus dem Fachgebiet Tiefbau in der Plauener Stadtverwaltung auf Anfrage der "Freien Presse". Und: In einer im Zweiten Weltkrieg mit Bombenteppichen belegten Stadt wie Plauen spielt immer auch die Kampfmittelsondierung bei Bauarbeiten eine Rolle. Sie gehört ebenfalls mit zum Auftragsumfang.

Eigentlich sollten die Vorbereitungen in dieser Woche bereits abgeschlossen werden, doch am Dienstag brach der Winter heftig über Plauen herein. Die Baufirma musste zeitweilig pausieren. Das sehen die Jößnitzer aber gelassen. Der entscheidende Endtermin für den Abschluss der Vorarbeiten ist der 28. Februar, weil immer ab 1. März aus Schutzgründen ein Stopp für Baumfällungen greift.

Der genaue Verlauf des geplanten Fußweges ist derweil noch nicht festgelegt worden. Grundsätzlich stehen drei Bauvarianten im Raum. Die Reaktivierung des Weges, den die Baubehörde in einem alten Stadtplan von 1874 fand, wäre mit 95.000 Euro am preiswertesten und folglich am schnellsten umsetzbar. Baubürgermeister Levente Sárközy sagte am Mittwoch am Rande eines Termins im Alten Rathaus, die Führung des Weges solle noch einmal im Stadtbau- und Umweltausschuss erörtert werden. Das Gremium tagt am 21. Januar.

Am 3. Dezember hatte Sárközy dem Ausschuss seine Pläne zur Aufwertung des Umfeldes der Friedensbrücke dargelegt, die als einzigartiges Bauwerk gilt. 90 Meter Spannweite, 21 Meter Höhe: Eine vergleichbare Steinbogenbrücke gibt es in ganz Europa nicht. Sie verdiene eine Aufwertung, sagt der Baubürgermeister. Es wäre ein weiterer Baustein für seine "Grüne Klammer" zwischen Stadtpark und Zentrum.

Der Ausschuss zeigte sich interessiert und will sich weiter in das reizvolle Thema vertiefen. Es gebe vieles zu beachten, hieß es. Nicht zuletzt hatte Ausschussmitglied Ilona Gogsch, die frühere Plauener Umweltamtsleiterin, auf Probleme bei der Hangsicherung verwiesen.

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