Friedhof I: Mauer wird nach historischem Vorbild saniert

Der historische Eingangsbereich des Plauener Friedhofes an der Reißiger Straße wird derzeit grundhaft saniert. Die Anlage mit ihren charakteristischen Torbögen stammt aus dem Jahre 1866, als der Friedhof angelegt wurde und war ursprünglich der Haupteingang. Die überwiegend aus Mauerwerk, Sandsteinelementen und Stuckverzierungen bestehende Mauer wurde bereits mit einer Sperrschicht trockengelegt. Nun erfolgt der systematische Aufbau der Mauer. Die defekten Sandsteinelemente werden hierbei ausgebessert beziehungsweise ersetzt. So ist Stanislav Stanjov von der Firma Steinrestaurierung Muth aus Zwickau derzeit dabei, die Verzierungen dem Original nachzugestalten. Der Friedhof I in Plauen ist einer der kirchlichen Friedhöfe der Stadt mit einer Größe von fast sieben Hektar. Die Anlage wurde als Flächendenkmal mit 44 Einzeldenkmalen eingestuft. Der Mauersanierung vorausgegangen war der Neubau eines so genannten Kompetenzzentrums, in dem als Verwaltungsgebäude unter anderem Büros als Anlaufstelle für Hinterbliebene entstanden sind. Pro Jahr werden auf dem Friedhof etwa 220 Menschen bestattet, darunter 40 Beerdigungen. (lie)

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