Für Deutsch-Deutsche Filmtage ist der größte Kinosaal reserviert

Das Festival entwächst den Kinderschuhen. Es feiert vom 15. bis 19. November rundes Jubiläum - diesmal mit einem Novum.

Plauen/Hof.

Das Wandern von Kinosaal zu Kinosaal hat bei dieser 10. Auflage der Deutsch-Deutschen Filmtage ein Ende. Alle Streifen werden nämlich erstmals im größten der Räume des Capitol-Kinos an der Bahnhofstraße 33 gezeigt. "Da passen deutlich über 200 Besucher rein", freut sich Mitorganisatorin Steffi Behncke vom Kulturreferat der Stadtverwaltung. Manchmal sind in den Vorjahren die Sitzplätze knapp geworden. Kein Wunder, denn das Filmfestival hat sich einen Namen gemacht. Es sei national eine feste Größe geworden, so Kulturbürgermeister Steffen Zenner (CDU). Besonders der Freistaat Sachsen scheint stolz auf die in Bild und Ton festgehaltene deutsch-deutsche Geschichte zu sein. Ihm war die Veranstaltungsreihe, bei der stets auch Zeitzeugen und Regisseure mit dem Publikum ins Gespräch kommen, die Fördersumme von 4000 Euro wert. Viele weitere Kooperationspartner sind mit im Boot.

Eröffnet wird das Festival am Freitag, 15. November, um 18.30 Uhr im Quartier 30 gegenüber des Capitol-Kinos. Bevor dann der erste Film der Veranstaltungsreihe flimmert, wird die Laserprojektion gezeigt, die

für den 3. Oktober produziert wurde. Der Eintritt ist frei. Große Gruppen melden sich besser an.


Fünf Tage, neun Streifen: Was wann im Capitol-Kino über die Leinwand flimmert

Am Eröffnungstag, Freitag, 15. November, 19.30 Uhr: "Vom Einläuten der friedlichen Revolution 1989 in der DDR" - Dokfilm über das Wachsen des Bürgermutes.

Mit "Staatsgeheimnis Kinderdoping. Der Fall Kristin Otto" wartet das Festival am Samstag, 14 Uhr, auf. Experte Hans-Joachim Seppelt ist vor Ort. Um 17 Uhr steht "Nach drüben. Oststars wechseln die Seiten" auf dem Programm. Gast wird Liedermacher Stephan Krawczyk sein.

Von der ersten Massenflucht von DDR-Bürgern handelt der Streifen "Jetzt oder nie. Die Grenzgänger von Sopron" am Sonntag, 11 Uhr. Und wie ein Westpaket duftete, erfahren Zuschauer durch den gleichnamigen Film um 14 Uhr. Um 17 Uhr wird der Film "Zug in die Freiheit" gezeigt. Er rollte am 30. September '89 auch durch Plauen.

In "Ein gerechtes Urteil?" geht es um den ersten Mauerschützenprozess im Jahr 1991. Der Film wird am Montag, 15 Uhr, gezeigt. Karin Gueffroy, Mutter des ermordeten Soldaten Chris Gueffroy, ist anwesend. "Der Ost-Komplex" heißt es um 19.30 Uhr. Mario Röllig, dessen Schicksal erzählt wird, ist im Podium.

Der Defa-Spielfilm "Der geteilte Himmel", nach einem Roman Christa Wolfs, beschließt das diesjährige Festival am Dienstag, 19.30 Uhr. (sasch)

Für das Programm im Central-Kino Hof: www.hof-plauen-89.de

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...