Fundstück beim Fassaden-Bau

Sanierungsarbeiten am IFA-Ferienpark in Schöneck brachten ein Stück Geschichte ans Licht. Das Haus will damit in der Gegenwart arbeiten.

Schöneck.

Es war ein Zufallsfund, der um ein Haar im Container gelandet wäre. Doch aufmerksame Handwerker hielten beim Abriss der alten Fassade des Schönecker IFA-Hotels inne: Ein Schiefer, etwa so groß wie ein Blatt Papier, lag hinter der baufälligen Fassade versteckt. Zwei Dachdecker hatten sich dort verewigt und das Bau-Datum markiert. Es war der 24. Oktober 1985. Über 31 Jahre ist das jetzt her und der Schiefer damit ein Stück Baugeschichte des einstigen FDGB-Heimes. Aus dieser Zeit, sagt der heutige Hoteldirektor Thomas Jahn, sei jedoch nicht viel erhalten. "Bildmaterial gibt es beispielsweise kaum", sagt er und will das besondere Fundstück deshalb nutzen. Jahn hofft, die beiden Dachdecker ausfindig zu machen, die ihren Namen einst auf den Schiefer kritzelten. Andreas Rothbauer hieß der Handwerksmeister, René Block sein Geselle. "Wir könnten damit unsere Chronik bereichern", sagt der Chef des größten Hotels im Vogtland. In diese Chronik gibt es jedoch auch aus der Gegenwart einiges einzutragen. Denn die Fassadensanierung, die sich in Etappen über mehrere Jahre erstreckte, geht auf die Zielgerade. Seit Spätsommer arbeiten der Schönecker Dachdeckermeister Lars Schuster und seinTeam am Gebäudeteil des Aufzugs. Sie bauen dort eine neue Außenhaut an. Die ist 1000 Quadratmeter groß, aus Blech und soll Wind und Wetter viel länger trotzen als es die alte tat. 30 Jahre ist Garantie drauf.

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