Genossenschaft bekocht bald Schüler

Was im Hofladen der Agrargenossenschaft Theuma mit ein paar belegten Brötchen begann, entwickelt sich jetzt Richtung Küche mit 400 Portionen pro Tag.

Theuma.

Die Agrargenossenschaft Theuma entwickelt sich immer mehr zum Vollversorger im Ort. Dem Hofladen mit Vollsortiment, sowie Fleisch- und Wursttheke folgt jetzt die Erweiterung der Küche. Bisher waren es vor allem die eigenen Mitarbeiter, Senioren und ein paar kleinere Firmen im Ort, für die zwei Mitarbeiterinnen täglich bis zu 80 Portionen kochten. Im September kommen der Kindergarten und ein Jahr später die Grundschule dazu. An eine solche Entwicklung hatte der Vorsitzende der Agrargenossenschaft, Udo Weymann ursprünglich gar nicht gedacht. "Wir haben mit ein paar belegten Brötchen für die Frühstücksversorgung begonnen und sind dann gefragt worden, ob wir nicht auch kochen könnten."

Auch jetzt wieder kam der Anstoß zur Erweiterung der Küche von außen. "Der Kindergarten möchte gern von uns mit Essen beliefert werden, weil wir am Ort sind, das Essen frisch kochen und es dann kurz vor dem Verzehr ausliefern", berichtet Weymann. Im Februar trafen sich Vertreter der Kindereinrichtung, der Gemeinde und der Agrargenossenschaft zu ersten Gesprächen. Inzwischen ist der Vertrag unterzeichnet. Bis September bleibt dem Landwirtschaftsbetrieb jetzt Zeit, die Küche von bisher 25 auf 50 Quadratmeter zu vergrößern. "Wir nutzen dafür leer stehende Räume hier im Haus", so Weymann. Eine Verdopplung des Personals von zwei auf vier stehe ebenfalls an.

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Der Hofladen des Landwirtschaftsbetriebes liegt zentral, mitten im Ort. Hier kaufen die Dorfbewohner nicht nur Fleisch und Wurst aus eigener Erzeugung. Sie erhalten auch alle Waren des täglichen Bedarfs. "Wir lassen uns von einem der großen deutschen Lebensmitteleinzelhändler beliefern. Es muss niemand den Ort verlassen, um einzukaufen. Auch andere Dienstleister sind hier ansässig. Theuma hat sich in den letzten Jahren zu einem attraktiven Wohnort für junge Familien entwickelt, nicht zuletzt auch, weil wir hier einen Kindergarten und eine Grundschule haben", so Weymann. Rund 1000 Einwohner zählt das Dorf.

In der neuen Küche kann die Agrargenossenschaft bis zu 400 Mahlzeiten täglich kochen. Diese Zahl sei zugleich die Obergrenze. "Würden wir mehr Portionen kochen, müssten die Mitarbeiter in Schichten arbeiten und schon nachts beginnen. Dann ist das Essen aber nicht mehr frisch und wir würden unserem eigenen Qualitätsanspruch nicht gerecht", erklärt der Vorsitzende. Bei den Speisen setzen die Theumaer Direktvermarkter auf regional beliebte Gerichte. "Für die Kinder sind zudem vitaminreiche, gesunde Desserts mit viel Obst und Gemüse geplant", so Weymann.

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