Gerhard Liebscher rückt in den Landtag nach

Grünen-Abgeordneter ist für Plauen weitere Stimme in Dresden

Plauen.

Gerhard Liebscher (64), ehemaliger Geschäftsführer des Lampenherstellers Vosla in Plauen, rückt für die Grünen im Landtag nach. Er übernimmt den Platz von Gerd Lippold, dem neuen Staatssekretär für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, der nach der Berufung ins Umweltministerium am Montag auf sein Landtagsmandat verzichtete.

Die offizielle Nachricht des Nachrückens erreichte Liebscher Montagabend im Urlaub. "Ich freue mich nach all den Auf und Abs unheimlich. Es war ja sehr spannend", sagte er am Dienstag der "Freien Presse". "Ich denke, es ist für Plauen auch schön, dass nun noch ein weiterer Landtagsabgeordneter für die Stadt dazu kommt." Das Direktmandat für Plauen hatte Frank Schaufel für die AfD geholt. Frank Heidan (CDU) unterlag knapp. Liebscher war für die Bündnisgrünen angetreten. Mit Listenplatz zwölf hatte er den Einzug in den Landtag im ersten Anlauf dann nur knapp verpasst, weil ein Kollege in Leipzig das Direktmandat geholt hatte. Seit die Koalitionsverhandlungen von CDU und Grünen unter Dach und Fach waren, stand Liebscher als Nachrücker so gut wie fest. Die offizielle Mitteilung gab es aber erst jetzt.

Als Grünen-Landtagsabgeordneter will sich Liebscher künftig aufgrund seiner eigenen Expertise vor allem mit Wirtschaftsthemen für das Vogtland in Dresden einbringen. Auch der ländliche Raum sei ein für ihn wichtiges Thema, sagt er. Etwa in Bezug auf die Angebote des öffentlichen Nahverkehrs. Für die Stadt Plauen sieht Liebscher insbesondere die Stärkung der Berufsakademie als Priorität an. Die Entwicklung des Standorts Plauen zu einer Dualen Hochschule sei bereits im Koalitionsvertrag festgehalten, betonte er. "Das sollte wirklich das Ziel sein, um den Standort zu stärken und noch weitere Studienangebote nach Plauen zu holen." Auch der Ausbau der Radwege müsse für Plauen wieder ein Thema werden. "Es reicht nicht, nur ein Schild aufzustellen", so Liebscher.

Gerhard Liebscher ist verheiratet, wohnt in Lottengrün. Der Diplomingenieur hält für die Grünen ein Mandat im vogtländischen Kreistag.

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