Google würdigt Vater und Sohn einen ganzen Tag

Bei der Suchmaschine waren am Sonntag deutschlandweit die Figuren von Erich Ohser auf der Startseite. Warum es für die Zeichnerin ein Blick zurück war.

Plauen.

Besondere Ehre für einen berühmten Plauener: Aus Anlass des 115. Geburtstages von Erich Ohser, dem Zeichner der berühmten Kurzgeschichten von Vater und Sohn, änderte der Internetsuchdienst Google am Sonntag in deutschsprachigen Ländern seine Startseite mit dem bekannten Google-Logo. Stattdessen erschien eine Zeichnung mit einem Füller, der eine Linie zieht. Während sich Vater und Sohn daran festhalten, formt sich aus Kringeln am lockeren Ende der Google-Schriftzug.

Entworfen wurde die Hommage an den Zeichner, der sich e.o. plauen nannte, von der Düsseldorfer Cartoonistin Nadine Redlich. "Das war ein Auftrag, der wirklich großen Spaß gemacht hat", sagte Redlich am Sonntag der "Freien Presse". "Immerhin kannte ich die Vater-und-Sohn-Geschichten noch aus meiner Kindheit. Die beiden waren immer zu Scherzen aufgelegt." Nachdem sie den Auftrag von Google bekam, sah sie sich Ohsers Werke mit Augen der Cartoonistin an: "Der Stil kam mir entgegen, weil Ohser sehr minimalistisch zeichnet, genau wie ich."

Einfach kopieren wollte sie ihn aber nicht. "Es ist eine Mischung aus Ohsers und meinem Stil geworden", so die Düsseldorferin, die regelmäßig für die Süddeutsche Zeitung und das Zeit-Magazin tätig ist.

Plauen selbst ehrte Ohser am Sonntag mit einem Spaziergang über den Hauptfriedhof zum Familiengrab. Ohser war am Sonntag vor 115 Jahren in Untergettengrün bei Adorf geboren worden. In der Galerie e.o.plauen an der Nobelstraße ist ab Freitag die neue Ausstellung "Doppelspiel: e.o. plauen und Janosch" zu sehen.

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