Große Nachfrage: Warteliste für topsanierte Wohnungen

Die Plauener Wohnungsbaugesellschaft hat einen Plattenbau an der Bahnhofstraße komplett um- gebaut. Der Einzug läuft. Nun will der Großvermieter an anderer Stelle weitersanieren, wie Sachsens SPD-Chef Martin Dulig bei einem Besuch erfuhr.

Plauen.

Die Baustelle an der oberen Bahnhofstraße gehört in einigen Wochen der Vergangenheit an. Bis Ende September sollen alle Wohnungen in dem zwischen Sparkassengebäude und AWG-Häusern (Wohnungsgenossenschaft) am Roten Würfel gelegenen Block bezogen sein. Auch 85 Mitarbeiter der Wohnungsbaugesellschaft ziehen ein. Sie finden in dem umgebauten Gebäude spätestens ab 1. Oktober ihren neuen Arbeitsplatz vor. Aus dem am Stadtrand gelegenen Behördenzentrum an der Europaratstraße zieht sich der Großvermieter zurück, wie Geschäftsführer Frank Thiele jetzt bei einem Rundgang mit SPD-Landeschef Martin Dulig und der Plauener SPD-Landtagsabgeordneten Juliane Pfeil-Zabel auf der Baustelle informierte.

In dem für etwa 5,5 Millionen Euro sanierten Wohnblock fehlt es an nichts. Nach Heizkörpern an den Wänden sucht man vergebens. "Hier sind überall Fußbodenheizungen eingebaut", erklärt Thiele. Glasfaseranschluss für schnelles Internet ist vorhanden. Anschlüsse finden sich in mehreren Räumen der Wohnungen. Für Waschmaschinen steht ein Waschmaschinenraum zur Verfügung - damit die Geräuschkulisse im Haus möglichst gering bleibt. Neben einer Badewanne gibt es in einem Teil der Wohnungen auch noch zusätzlich eine Duschkabine. In anderen Wohnungen steht neben dem großen Badezimmer noch eine kleinere Gästetoilette zur Verfügung. In neue Balkone hat die WBG ebenso investiert.


Der Miet-Quadratmeterpreis liegt bei 7,50 Euro, informiert der Geschäftsführer. Im Falle der 120-Quadratmeter großen Wohnung im Dachgeschoss des unteren Blocks ergibt sich daraus eine Kaltmiete von etwa 1000 Euro. Fördergelder hat der städtische Großvermieter für dieses Projekt nicht erhalten, berichtet Frank Thiele dem SPD-Landesvorsitzenden.

Doch auch ohne Fördermittel zahlt sich die Investition aus für den Großvermieter: Die Nachfrage für die frisch sanierten Wohnungen ist groß. So gibt es für die 36 Wohnungen eine Warteliste mit rund 100 Interessenten. Als erstes seien jene Mieter bedacht worden, die vor der Sanierung in dem Gebäude wohnten und wieder zurück möchten. "Danach haben wir die Warteliste nach dem Eingang der Anfragen abgearbeitet", erklärt Thiele. Wohnungen im obersten Haus sind bereits bezogen. Weitere Umzüge folgen in den nächsten Wochen. Die Wohnungsbaugesellschaft nutzt das Erdgeschoss und die erste Etage.

"Wir haben auch einen neuen Parkplatz gebaut", so Thiele. Mieter können dort ihre Fahrzeuge abstellen. Die Stellplätze befinden sich im Innenhof zur Tischendorfstraße.

Besonders kurios: Zwei bisherige Plattenbauten sind von fünf auf sieben Tagen aufgestockt worden. In den Häusern hatte die WBG vor der Sanierung einen Leerstand von 50 Prozent. Der ist jetzt beseitigt.

Dass von einst 70 Wohnungen insgesamt nur 36 übrig bleiben, hängt laut Thiele auch mit dem Abriss eines der Gebäude zusammen. Acht Wohnungen sind rollstuhlgerecht. Die Sanierung der Elfgeschosser Tischendorfstraße 2 bis 8 gegenüber hat sich das Unternehmen für die nächsten Jahre vorgenommen. Was aus dem bisherigen Domizil im Behördenzentrum im Westend wird, ist noch unklar.

Bewertung des Artikels: Ø 3.5 Sterne bei 2 Bewertungen
1Kommentare
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  • 1
    3
    Interessierte
    13.08.2019

    Sehr interessant , wenn man die Balkone auf die andere Seite verlegt und Fenster in der einen Platte zumauert und in der andere Platte neue ´rein sägt und noch zwei Etagen drauf hebt …



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