Großreinemachen im Stadtbad: Diesmal fließt Brunnenwasser

Jeden Sommer muss die Schwimmhalle geputzt werden. Die Aktion kostet rund 50.000 Euro und soll noch zwei Wochen dauern.

Plauen.

Bäder-Chef Ronny Adler hat das Wasser aus dem 50-Meter-Becken abgelassen. Das gehört dazu, wenn im Hallenbad das große Reinemachen beginnt. Revision im Plauener Stadtbad heißt vor allem Fenster putzen, Becken säubern, Hubboden warten, Grundreinigung in der Sauna. Kaputte Fliesen lässt Adler ebenso austauschen wie abgenutzte Bauteile. Das Ganze kostet rund 50.000 Euro netto. Zwei Wochen bleiben noch, denn am 12. August soll der Badebetrieb wieder beginnen. Das sind die wichtigsten Schrauben, an denen dieses Mal gedreht wird:

Die Startblöcke. Auf den Blöcken liegen blaue Beläge. Die sollten eigentlich rau sein, um zu verhindern, dass der Schwimmer beim Hineinspringen ausrutscht. Nach zwölf Jahren sind die Beläge abgetreten und glatt geworden, aber der Rest der Startblöcke ist in Schuss. Die neue Oberfläche sollte im ersten Anlauf ähnlich teuer sein wie der Austausch der kompletten Startblöcke, sagt Adler. Fast 30.000 Euro seien im Gespräch gewesen. Nach langer Suche habe man eine Firma gefunden, die für einen Bruchteil des Geldes die blauen Oberflächen saniert und abstumpft.


Die Sauna. In dem Schwitzbereich läuft das übliche Programm. Kabinen reinigen, Holzbänke abschleifen, neue Liegen kaufen.

Die Unterhaltung. In den Kassenbereich des Bades und in die Sauna-Abteilung kommen Bildschirme. Dort soll ab der neuen Saison Werbung laufen sowie Informationen rund um die Schwimmhalle.

Die Chlorgasanlage. Hinter der Herrenhalle wird ein Container aufgebaut. Das ist die neue Chlorgasanlage. Sie dient dazu, das Wasser sauber zu halten. Das Chlorgas wird künftig in Flaschen geliefert. Bislang mussten für die alte Chloranlage Fässer mit Chlorgranulat in den Keller getragen werden. Die neue Anlage sei betriebssicherer und erleichtere den Beschäftigten die Arbeit. Rund 150.000 Euro zahlt die Bädergesellschaft dafür, die stadteigene Freizeitanlagen GmbH. Die Summe kommt zu den Revisionskosten hinzu. Die Investition ist aufgrund der Vorschriften zur Wasserqualität notwendig, so Ronny Adler.

Das Wasser. Bis das Badewasser von rund 12 Grad auf 28 Grad Celsius hochgeheizt ist, vergehen nach Einschätzung von Schwimmmeister Kai Schönbeck etwa vier Tage. 2500 Kubikmeter Wasser passen in das 50-Meter-Becken. Dazu kommt, dass pro Badegast jedes Mal rund 30 Liter aufbereitet werden sollen. Zum ersten Mal fließt ein Teil des Badewassers aus einem Brunnen in das Becken. Sowohl am Stadtbad als auch am Preißelpöhler Freibad hat die Bädergesellschaft Brunnen bohren lassen, die jetzt genutzt werden. Das Brunnenwasser wirt aufbereitet, darf aber für Duschen und Toiletten nicht genutzt werden.

Der Sauna-Nachzahlautomat. Der Automat ist am Wochenende demoliert worden. Einbrecher haben versucht, mit einem Stemmeisen den Automaten aufzubrechen und Geld herauszuholen - obwohl die Sauna seit Wochen geschlossen ist. Die Bargeldausbeute sei gering gewesen, so Adler. Dafür entstanden am Automaten mehrere Tausend Euro Schaden. Falls die Reparatur länger dauert, müssen Besucher und Personal zum Saisonstart ohne auskommen.

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