Grundschul-Kinder organisieren zum Abschluss eine große Fete

Stadt für Kinder Eine Woche lang haben junge Plauener nacherlebt, wie eine Stadt funktioniert. Als Höhepunkt gab's einen Rummel. Eines ist indes noch offen.

Plauen.

Die erste Plauener Kinderstadt ist am Freitag mit einem selbst auf die Beine gestellten Rummel zu Ende gegangen. Eine Woche lang hatten die Hort-Kinder der Astrid-Lindgren-Schule nacherlebt, wie es in einer Kommune zugeht - inklusive Mini-Bürgermeister, Mini-Medizinern und Mini-Reportern.

Zum Abschluss am Freitag gab es Attraktionen wie ein Glücksrad, Kinderschminken oder Autoscooter. Vieles war von den Kleinen selbst organisiert und vorbereitet worden. Die selbst gemachten Wimpelketten etwa hingen als Dekoration an Mästen und die Erzieher verteilten Schokofrüchte und Zuckerwatte. Musik schallte aus Lautsprechern, die Stimmung war ausgelassen. Das Highlight des Festes: eine Modenschau. Nachwuchs-Models präsentierten die eigenkreierte Kleidung der Kinder-Designer. Was nicht fehlen durfte: ein roter Teppich - mit Kreide aufgemalt.

Auf den Laufsteg traute sich auch Zweitklässlerin Emily, die sich mehrere Tage nicht nur als Model, sondern auch als Nachwuchs-Schneiderin versucht hatte. Ihr Fazit: "Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, die Outfits der Kinder anzuprobieren und mit ihnen zusammenzuarbeiten. Ich habe auch gemerkt, wie anstrengend der Beruf eines Models sein kann. Trotzdem könnte ich mir jetzt vorstellen, den Job zu machen, wenn ich groß bin." Sie würde auf jeden Fall wieder in die Kinderstadt einziehen, falls es eine Neuauflage gibt. Auch ihr Model-"Kollege" Colin, der zugleich Bürgermeister der ersten Kinderstadt war, hatte viel Lob für das Projekt übrig: "Was ich so schön an unserer Stadt finde, ist, dass alle Kinder Mitspracherecht haben und jeder seine Meinung äußern darf", sagte der Zehnjährige. Eines jedoch ist ihm bewusst geworden: Der Beruf als echter Bürgermeister wäre ihm zu anstrengend.

Neben der Modenschau gab es am Freitag auch einen Ballwurfstand. Diesen hatte Mini-Tischler Fynn gebaut. Auch er zeigte sich begeistert von der Kinderstadt. "Das Handwerkern in der Tischlerei war super und wir alle hatten eine tolle Zusammenarbeit", meinte er. Dies bestätigte Mitorganisator Andreas Färber: "Die Kinder haben wunderbar mitgemacht und sich gefreut, selbst zu arbeiten und etwas anzufertigen. Das hat wirklich super geklappt." Schulsozialarbeiterin Saskia Hendel fasste zusammen: "Die Kinder setzten sich spielerisch mit dem Umgang von Geld und dem Erwachsenenleben auseinander. Sie lernten, die Arbeit von sich und anderen wertzuschätzen."

Ob es auch nächstes Jahr eine solche Kinderstadt geben wird, steht noch nicht fest. Sowohl die Steppkes als auch die Organisatoren sind sich jedoch einig: Die Kinderstadt "Kinderbunt" war ein voller Erfolg.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.