Helfer räumen für Ibug-Festival auf

Ab Mitte August wird die Brache in Reichenbach zur Spielwiese für 100 Künstler aus aller Welt. Damit dann alles passt, laufen jetzt Arbeitseinsätze.

Reichenbach.

Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. Das ist bei der 14. Auflage des urbanen Kunstfestivals Industriebrachenumgestaltung, kurz Ibug, nicht anders. Es geht im August 2019 im ehemaligen Bahnbetriebswerk an der Greizer Straße über die Bühne, das seit 1999 geschlossen und dem Verfall preisgegeben ist.

Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. An drei Wochenenden hat sich das Ibug-Helfer-Team bereits auf dem Gelände zu Arbeitseinsätzen versammelt. "Wir haben Wege freigeschnitten, Wildwuchs beseitigt, Schutt weggeräumt, Scherben zusammengekehrt", sagt Andreas Kießling vom Ibug-Team. Etliche Hallen und Gebäude sind jetzt besenrein. Noch bleibt eine Menge zu tun, um das Gelände für den Besucheransturm zu rüsten.


Dass Reichenbachs Oberbürgermeister Raphael Kürzinger (CDU) erklärt hatte, die Stadt werde für das Festival provisorische Wege angelegen, das Gelände sichern sowie für Wasser und Strom sorgen, nahm das Ibug-Team interessiert auf. Letztlich habe man aber alles selber machen müssen, berichtet Kießling. "Freie Presse" fragte beim OB nach und erfuhr: "Wir verstehen uns da als Mittler und helfen bei der Vernetzung der Ibug-Organisatoren mit regionalen Akteuren." Fissek, Stadtwerke, C. H. Müller und der Hoch- und Tiefbau Reichenbach seien beispielsweise mit im Boot, wenn es um Strom- und Wasseranschlüsse, Parkplätze oder die Unterstützung bei einzelnen Arbeiten auf dem Gelände geht. Der Bauhof werde mit Bauzäunen helfen, die Woba bei Gästewohnungen fürs Festival. Für das Ibug-Festival sind 12.000 Euro Zuschuss im Stadthaushalt eingestellt. Das sei der zehnprozentige Sitzgemeindeanteil gemäß Kulturraumförderrichtlinie.

Oberhalb vom alten Bahnbetriebswerk haben viele ehemalige Bahner ihre Kleingärten. "Sie kommen zu uns, unterhalten sich und sind sehr interessiert", so Kießling.

Zwei Wochenenden lang - vom 23. bis zum 25. August sowie vom 30. August bis zum 1. September - können Neugierige und Kunstliebhaber in der Ausstellung auf Zeit eine Symbiose aus Malerei und Graffiti, Illustrationen und Installationen, Performance und Multimedia erleben. Dazu gibt es ein buntes Programm mit Führungen und Filmen, Diskussionen und Künstlergesprächen, Kunstmarkt und Musik.

Aktuell sammelt das Ibug-Team per Crowdfunding auch noch Geld, um den Druck der Bücher über die letzten zwei Jahre Ibug in Chemnitz zu finanzieren.

www.visionbakery.com/ibug-art

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